3D-Illustration zu E-Commerce-Trends: Shopping, Payment, Lieferung und digitale Sicherheit
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Einkaufsgewohnheiten, Amazon, Strix + Eshop Guide, Twint, Debenhams Group, Uber Eats, GEO statt SEO, Cyberangriffe, Shopping-Apps

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Tiktok Shop wird zum digitalen Schaufensterbummel
Jeder vierte Deutsche kauft seltener im stationären Handel als noch vor einem Jahr – so eine aktuelle Adobe-Express-Umfrage. Jeder Fünfte habe häufiger bei Tiktok Shop oder sozialen Medien gekauft, jeder Vierte bei anderen Online-Shops. 28 Prozent stuften Anbieter wie Shein oder Tiktok Shop als qualitativ gleichwertig zum Fachhandel ein. Auch die Inspiration digitalisiere sich: Am wichtigsten seien Empfehlungen in Suchmaschinen (27 Prozent), klassische TV-Werbespots (27 Prozent), digitale Werbung im Netz (25 Prozent) und erst danach der analoge Schaufensterbummel (23 Prozent).

Amazon schiebt Vorfinanzierungslast auf Händler
Ab dem 12. März 2026 gilt für deutsche Marktplatz-Händler auf Amazon die neue Auszahlungsrichtlinie DD+7, berichtet Haendlerbund.de. Das Geld fließe erst sieben Tage nach bestätigter Zustellung – bei ungetrackten Sendungen erst nach dem geschätzten Lieferdatum, was die tatsächliche Wartezeit auf acht bis neun Tage strecken könne. Besonders Selbstversender trügen ein erhöhtes Risiko: Lückenloses Tracking, um das korrekte Zustelldatum zu protokollieren, werde genauso notwendig wie eine angepasste Liquiditätsplanung.

Strix übernimmt Eshop Guide
Die europäische Digital-Agentur Strix hat laut Pressemitteilung die deutsche Shopify-Premier-Agentur Eshop Guide übernommen. Eshop Guide zähle zu den Gründungsvätern des deutschen Shopify-Ökosystems und gehöre zu den bundesweit sechs Agenturen mit Premier-Partner-Status. Das Deutschland-Team von Strix wachse damit auf über 100 Spezialisten. Eshop Guide betreue Marken wie New Balance und Ortlieb und entwickele Apps wie Lexware Office und Sevdesk Buchhaltung, die international im Einsatz seien.

IHK: Drei magere Jahre zeigen ihre Wirkung
Deutschlands Wirtschaft tritt zu Jahresbeginn auf der Stelle, zeigt die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage. Nach drei Jahren ohne Wachstum bezeichneten nur 25 Prozent der Betriebe ihre Lage als „gut“ – eine Besserung erwarteten nur 16 Prozent. Als drückendste Risiken nennten die Unternehmen Arbeitskosten (59 Prozent, Höchststand) und schwache Inlandsnachfrage. Die Investitionsabsichten blieben frostig, Kapazitätserweiterungen planten nur noch 19 Prozent. Für 2026 erwartet die DIHK ein Wachstum von 1,0 Prozent.

Deutschland verliert bis 2070 zehn Prozent seiner Bevölkerung
Deutschland schrumpft schneller als gedacht, zeigt eine Ifo-Analyse. Bis 2070 dürfte die Bevölkerung um rund zehn Prozent sinken – bisher rechnete man mit einem Prozent. Grundlage der Korrektur ist der Zensus 2022, der statt hochgerechneter 83,2 Mio. nur 81,9 Mio. Einwohner zählte – eine niedrigere Ausgangsbasis, die alle Langzeitprojektionen nach unten zieht. Der Arbeitskräftemangel werde sich verschärfen, die Rentenversicherung stärker unter Druck geraten. Ostdeutsche Flächenländer seien besonders betroffen; die Stadtstaaten hingegen könnten weiter wachsen.


HANDEL INTERNATIONAL


Twint zählt 901 Mio. Transaktionen – und schweigt über das Volumen
Die Schweizer Bezahl-App Twint verbuchte im vergangenen Jahr 901 Mio. Transaktionen – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, meldet Handelszeitung.ch. Zum Vergleich: 2017, im ersten Betriebsjahr, seien es vier Mio. gewesen. Zwei von drei Schweizern nutzten die App, 86 Prozent der Online-Shops und 81 Prozent des stationären Handels akzeptierten sie als Zahlungsmittel. Wie viel Franken durch die App flossen, lasse Twint allerdings offen. Für 2026 plane das Unternehmen papierlose Alternativen zu QR-Rechnungen und Lastschriftverfahren.

Amazon UK baut Europas erste Zero-Carbon-Lieferstation
Amazon hat in Stockton-on-Tees mit dem Bau der ersten Lieferstation in Europa begonnen, die eine Zero-Carbon-Zertifizierung nach dem britischen „Living Future-Standard“ anstrebt, wie das Unternehmen mitteilt. Die 10.800-Quadratmeter-Anlage setze statt Beton auf Holz und kohlenstoffarme Materialien und werde 40 Mio. Pfund kosten. Rund 100 Jobs entstünden in der Region. KI-gestütztes CO₂-Tracking überwache dabei sämtliche Gebäudesysteme. Die Zertifizierung sei allerdings frühestens 2027 möglich – nach einem vollen Betriebsjahr und externer Prüfung.

Debenhams Group will 35 Mio. Pfund einsammeln
Die Debenhams Group – der umbenannte Boohoo-Konzern, dem neben Pretty Little Thing auch Oasis, Warehouse und Karen Millen gehören – will 35 Mio. Pfund von Aktionären einsammeln, berichtet Theguardian.com. Das frische Kapital solle Schulden drücken und den laufenden Turnaround finanzieren, der auf Kostensenkungen, den Verkauf eines Distributionszentrums und den Umbau von Debenhams zu einem Online-Marktplatz setze. Institutionelle Aktionäre hätten bereits 24 Mio. Pfund zugesagt – zu 20 Pence je Aktie, einem Abschlag von elf Prozent. Offen bleibe, ob Frasers-Group-Chef Mike Ashley, der 2024 vergeblich CEO werden wollte, seine knapp 30-prozentige Beteiligung in die Waagschale werfen werde.

Österreich zuerst: Uber Eats startet Europa-Offensive
Uber Eats will dieses Jahr in sieben neue europäische Länder expandieren, berichtet Retail-News.de. Den Anfang solle im Sommer Österreich machen, gefolgt von Dänemark, Finnland, Norwegen, Tschechien, Griechenland und Rumänien – zusammen sollten die Märkte rund eine Mrd. Dollar Zusatzumsatz bringen. Der US-Dienst wolle neben Restaurantgerichten auch Alltagsprodukte liefern und setze auf lokalisierte Zahlungsmethoden. Speziell im Norden Europas aber sei Wolt tief verwurzelt und dürfte ein ernstzunehmender Konkurrent werden.


GEO statt SEO: Wie Händler im KI-Zeitalter gefunden werden
Online-Händler, deren Produkte in den Antworten der großen Chatbots nicht erwähnt werden, verlieren Kunden noch vor dem ersten Klick. Wie „Generative Engine Optimization“ (GEO) das ändern kann, erklärt Bernhard Haas, Geschäftsführer von Salestech Studio, im Expertenbeitrag bei Etailment.de.

Cyberangriffe nehmen 18 Prozent zu
Cyberangriffe nahmen in Europa im Januar 2026 um 18 Prozent zu – Deutschland verzeichnete ein Plus von 16 Prozent und Österreich 14 Prozent, berichtet IT-Magazine.ch. In der Schweiz hingegen seien die wöchentlichen Angriffe um 11 Prozent gesunken. Entwarnung würde die Experten auch dort nicht geben, denn die Intensität und Komplexität der Angriffe steige trotzdem. KI werde dabei zum wachsenden Risiko: So berge einer von 30 KI-Prompts das Risiko, sensible Daten preiszugeben. Davon betroffen seien 93 Prozent der Unternehmen, die solche Tools benutzen.

86 Prozent haben (mindestens) eine Shopping-App
Acht von zehn Smartphone-Nutzern haben mindestens eine Shopping-App installiert, ergab eine Bitkom-Befragung. Im Schnitt schlummerten sieben solcher Apps auf den Geräten der Befragten – Frauen kämen dabei auf acht, Männer auf sechs. Mehr als ein Drittel nutze bis zu vier Apps, ähnlich viele zwischen fünf und zehn. Jeder Achte steuere seine Käufe sogar über mehr als zehn Shopping-Apps. Apps senkten die Kaufhürde und machten vor allem wiederkehrende Einkäufe bequemer, so Bitkom-Retail-Expertin Nastassja Hofmann.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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