
Spam-Mails - Schwellenländer auf dem Vormarsch
Unerwünschte Werbe-Mails machen nach wie vor den Löwenanteil aller E-Mails aus. Nach einem kurzen Einbruch des Spam-Aufkommens sind nun wieder rund 95 Prozent aller E-Mails Werbemüll oder gar gezielte Angriffe.
David WöllensteinRedakteurDie aktuelle Analyse von zig Millionen Spam-Mails, die täglich in den Retarus Rechenzentren gefiltert werden, zeigt eine interessante Verschiebung bei den Herkunftsländern der unerwünschten Werbesendungen: Stammten im Jahr 2008 die meisten Spam-Mails (13,8%) noch aus den USA, heißt der Spitzenreiter inzwischen Russland (8,6%), während die USA mit 8,3% auf Platz Zwei zurück fielen.
Noch deutlicher allerdings ist der Wechsel der Rangfolge bei anderen Ländern: China und Brasilien konnten jeweils um fünf Plätze in der "Hitparade" der Spam-Herkunftsländer aufholen: China hatte vor einem Jahr mit 4,0% noch auf Platz Acht gelegen, konnte seinen Anteil inzwischen auf 7,9% fast verdoppeln und liegt damit auf Platz Drei; Brasilien (2008: 3,8%, Platz Neun) belegt mit einem Anteil von 7,8% jetzt den vierten Platz unter den Spam-Herkunftsländern. Neu unter den Top-Ten ist unter anderem Indien, das mit einem Anteil 4,2% auf Platz Acht liegt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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