Die Drogeriemarktkette Schlecker führt laut Gewerkschaft Verdi eine Liste mit missliebigen Mitarbeitern, die unter verschärfter Beobachtung stehen, berichtet "Der Spiegel".
Unter verschärfter Beobachtung
Das Papier soll aber auch die Namen von langjährigen Mitarbeitern enthalten, die "fast alle hohe Gehaltsstufen erreicht haben und dementsprechend teuer geworden sind", so das Magazin.
Diese Beschäftigten würden "in der Optik stehen", wird aus einer E-Mail einer Managerin zitiert - also unter verschärfter Beobachtung.
Laut Schlecker sei die Liste eine "Unterlage zur kritischen Besprechung" durch die Personalleitung. Übertriebene Härten wolle das Unternehmen aber "korrigieren".
Bemühen um Imagepolitur
Nach einem Generationswechsel an der Spitze des Unternehmens will sich Schlecker nun zum Nahversorger wandeln.
Der Drogerie-Discounter möchte das eigene Image aufpolieren und ändert deshalb die Strategie: Der neue Marketingchef setzt auf Fernsehwerbung - mit dem ersten Werbeslogan in der Unternehmensgeschichte.
