
Sportmarkt: 6 Milliarden Euro Umsatz sind möglich
Der Sportartikelhandel steht vor einem guten Jahr. Die Berechnungen des Informationsunternehmens marketmedia24 ergaben, dass die Branche eine magische Umsatzzahl erreichen kann.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentEtwas andere Zahlen hatte zuletzt der Verband Deutscher Sportfachhandel bekannt gegeben. Demnach erzielte die Branche nach einem Umsatzplus von 3,5 Prozent im Jahr 2009 im Jahr 2010 ein Plus von 3,5 Prozent. Dabei stiegen die Einnahmen der deutschen Sportfachhändler von 7,3 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2010.
Für Sportgeräte wird gerne bezahlt
Laut marketmedia24 werden die Verbraucher bei Schuhen preissensibler. So gaben die Konsumenten 2010 für ihre Sportschuhe nur noch durchschnittlich 17,40 Euro aus - das sind 21,6 Prozent weniger als 2006. Für Textilien wird wiederum mehr Geld ausgegeben: Hier stiegen 2010 die Pro-Kopf-Ausgaben im Vergleich zu 2006 um 1,2 Prozent auf 33,05 Euro.
Noch ausgabefreudiger sind die Kunden bei Sportgeräten, für die 2010 durchschnittlich 22,86 Euro ausgegeben wurden - das sind 6,6 Prozent mehr als im Jahr 2006. Dieses Segment lebe von neuen Produktideen und der demografischen Entwicklung, verbunden mit Gesundheits- und Fitnessbewusstsein der Bevölkerung.
Ispo mit Rekordbeteiligung
In München wurde am Sonntag die internationale Sportartikel-Fachmesse Ispo geöffnet. In 17 Hallen können sich Sportfans über die neuesten Trends rund um Skier, Snowboards und Outdoor-Ausrüstung informieren. Mit 2.267 Ausstellern aus 49 Ländern meldet die Messe eine Rekordbeteiligung. Die Veranstalter rechnen bis diesen Mittwoch (9. Februar) mit rund 64.000 Besuchern.
Im Fokus der viertägigen Messe stehen diesmal unter anderem die Themen Gesundheit und Fitness im Sport. Die Sportartikel-Händler erwarten ein gutes Geschäftsjahr. Wegen steigender Rohstoffpreise will der Fachhandel die Preise für Sportartikel 2011 anheben.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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