
Springer kauft Ladenzeile.de
Die Verlagsgruppe Axel Springer übernahm die Mehrheit am Ladenzeile.de-Betreiber Visual Meta. Über den geschätzten Kaufpreis von 40 Millionen Euro können sich auch der Klingel Versand und die Samwer-Brüder freuen.
78 Prozent für Springer
Springer sicherte sich nach Angaben des Internetportals deutsche-startups.de rund 78 Prozent an der Visual Meta GmbH und soll dafür rund 40 Millionen Euro gezahlt haben. "Visual Meta ist Marktführer, profitabel, dynamisch wachsend, gründergeführt und deshalb eine hervorragende Ergänzung in unserem Performance Marketing Portfolio", sagt Michael von Stern, Leiter Commerce im Geschäftsführungsbereich Elektronische Medien der Axel Springer AG.
Neben den Unternehmensgründern Robert M. Maier und Johannes Schaback, die als geschäftsführende Gesellschafter langfristig im Unternehmen bleiben sollen, bleibt auch die HiddenMarkets UG Minderheitsgesellschafter des Start-ups.
Klingel Versand und Samwer-Brüder sind raus
Aus Ladenzeile.de ausgestiegen sind unterdesen neben dem Klingel Versand auch bisherige Mehrheitseigner Rocket Internet: Hinter dem Unternehmen stehen die Samwer-Brüder Alexander, Marc und Oliver, die zu den aktivsten Investoren und Gründern in der deutschen Webszene zählen.
So haben sie unter anderem den Onlineschuhhändler Zalando, das von Groupon übernommene Gutscheinportal Citydeal und die Online-Partnerbörse e-Darling auf den Weg gebracht. Die Samwer-Brüder sind zudem an deutsche-startups.de beteiligt, so dass die von dem Portal genannte Kaufsumme von 40 Millionen Euro stimmen dürfte.
Springer hatte im Frühjahr dieses Jahres bereits für geschätzte 25 bis 30 Millionen Euro die Mehrheit an der lokalen Prospektplattform kaufDa übernommen.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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