
Stagnation im Spielwarenhandel
Weniger Aussteller, weniger Order: Auf Spielwarenmesse in Nürnberg wird deutlich, dass die Branche vor schwierigen Zeiten steht. Mit einem bescheidenen Plus in diesem Jahr wäre der Handel hochzufrieden.
Thomas RehmRedakteurKommunikations- und Präsentationsplattform
Hinzu komme der kräftig wachsende Handel über das Internet, der laut Fischel bei Spielsachen 2013 einen Anteil von gut 27 Prozent erreichen wird. Deshalb dürften die Fachgeschäfte auch nicht den Anschluss an die Online-Welt verlieren, forderte der BVS-Chef. "Ein Teil des Spielwarenumsatzes findet nach Ladenschluss statt."
Fischel rechnet damit, dass die auf der Messe gezeigte Kombination von traditionellem Spielzeug mit Hightech-Elektronik dauerhaft erfolgreich wird. "Kinder stehen auf Klassiker, aber das digitale Kinderzimmer hat Zukunftspotenzial - das ist keine vorübergehende Erscheinung."
Auf der Spielwarenmesse wird weniger geordert
Mit 73.500 Besuchern aus 113 Ländern waren diesmal rund 2.500 Händler weniger zur weltweit größten Branchenschau gekommen als im Vorjahr. Vor allem Südeuropa war trotz des gestiegenen Anteils an internationalen Besuchern seltener vertreten.
Insgesamt wurde diesmal weniger geordert, dafür rückte die Messe als Kommunikations- und Präsentationsplattform stärker in den Mittelpunkt, wie Messechef Ernst Kick erläuterte. Er zeigte sich zufrieden: "Allgemein ist die Stimmung sehr gut." Diesen Eindruck bestätigte auch Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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