
Ecogift will dem Schenken mehr Sinn geben
Zwei Göppinger Studenten verkaufen Geschenkboxen mit nachhaltigen Produkten regionaler Start-ups und wollen damit eine Alternative zu unpersönlichen Bargeld- und Gutscheingeschenken bieten.
Björn BöerChefredakteurRecycelbar, CO2-sparend, vegan, fair & sozial
Er und sein Freund und Co-Gründer Moritz Fränkel, beide Jahrgang 1999, wollen eine Alternative bieten: Geschenke, die persönlich, nachhaltig und innovativ zugleich sind. In den Geschenkkisten, die Ecogift online verkauft, sind nur Produkte von jungen Start-ups mit hohen Ansprüchen enthalten: Sie sind recycelbar, CO2-sparend, regional, vegan, fair & sozial.
"Viele der in den Boxen enthaltenen Start-ups pflanzen Bäume und Blühwiesen, unterstützen soziale Organisationen oder engagieren sich anderweitig für eine nachhaltige Zukunft", sagt Daniel Bidlingmaier.
Produkte müssen eine Geschichte erzählen
Die Beschenkten können sich nicht nur über ein guten Gewissen freuen, sondern auch neue Produkte entdecken - allesamt Konsumartikel aus den Bereichen Kosmetik, Lebensmittel und Haushalt, die entweder verbraucht oder gegessen werden - also garantiert nicht "irgendwo in der Ecke verstauben", wie Bidlingmaier augenzwinkernd sagt.
Ob wiederverwendbare Trinkhalme aus Glas, festes Shampoo, Bio-Kakao oder Pizzacracker - wichtig ist den Ecogift-Gründern, dass "ein Produkt Charakter hat und eine Geschichte erzählen kann."
Eine echtes "Garagen-Start-up"
Die Boxen gibt es in verschiedenen Größen zu unterschiedlichen Preisen. Die kleinste kostet 25 Euro, die größte 100 Euro - und sie werden von den beiden Gründern persönlich in der eigenen Garage gepackt. Gerne legen sie dabei auf Wunsch auch eine persönliche Nachricht an den Empfänger bei. Bidlingmaier und Fränkel haben bereits ein weiteres Start-up, den nachhaltigen Online-Marktplatz Kinder Berlins, der im März 2020 ans Netz ging. Dadurch wuchsen die Kontakte zu nachhaltigen Start-ups und Produkten, und so entstand die Idee zu Ecogift.
Derzeit sind die Gründer auf der Suche nach neuen Start-up-Produkten - und Investoren. Bislang haben die beiden Studenten alles aus eigenen Erparnissen finanziert, gerade ging eine erste Finanzierungsrunde über Startnext zu Ende.
Das ist etailment-Start-ups
In der Rubrik "Start-ups" stellt etailment regelmäßig innovative und spannende junge Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, die das Potenzial haben, den Handel langfristig zu verändern oder mit ihren Dienstleistungen ein vielversprechender Partner sein können.
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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