Frau löst Reinigungstab in nachfüllbarer Sprühflasche auf – Everdrops plastikfreie Putzmittel
© Higgsfield / Soul

Everdrop: Mit Tabs und Pulvern gegen die Plastikflut

Einwegverpackungen im Putzschrank überflüssig zu machen ist das Ziel von Everdrop. Das Start-up aus München produziert Reinigungsmittel und Naturkosmetik als Tabs und Pulver, die in nachfüllbaren Spendern mit Wasser angerührt werden. So werden Plastikmüll und CO2 eingespart. Etailment stellt Everdrop vor.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Ziel des Start-ups ist es, Einwegverpackungen bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln überflüssig zu machen. Everdrop produziert Tabs und Pulver, die man selbst zu Hause in wiederverwendbaren Flaschen auflöst. Dabei wird komplett auf Einwegplastik und unnötige Chemie verzichtet, bis zu 97% der CO2-Emissionen im Transport werden vermieden.Im Etailment-Kurzinterview stellt Mitgründer David Löwe das Start-up vor.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Wir stellen Produkte her, die man in den eigenen vier Wänden alltäglich benutzt und braucht, vom Haushaltsreiniger über Spülmittel und Waschpulver bis hin zu Naturkosmetik. Das Besondere ist, dass sie keinen Plastikmüll erzeugen, weil man die Flaschen und Behälter immer wieder verwendet. Außerdem stecken nur umweltverträgliche Inhaltsstoffe drin und die Pulver- und Tab-Produkte erzeugen im Vergleich zu herkömmlichen Flüssigprodukten sehr viel weniger Treibhausgase.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet?
everdrop = stylische Haushaltsprodukte & Naturkosmetik ohne #Plastikmüll, unnötige Chemie & bis zu 97% weniger CO2 im Transport. Start 2019: Branchen-Disruptor im D2C. 2022: Omnichannel-Brand mit starken Retail-Partnern in 5 Ländern. #impact #sustainability #foracleanerworld❤Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?

Wir haben schon viele Unternehmen als B2B-Partner gewinnen können. Und im Retail wachsen wir immer mehr und sind – um nur einige zu nennen – bei Partnern wie dm, Rossmann, Douglas, Edeka, Coop, MPreis und Galeries LaFayette vertreten. Mittlerweile sind wir in 5 Ländern in 9.000 Stores vertreten.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Mit Entscheidern aus der Politik, um ganzheitlich etwas voranzutreiben. Wir brauchen noch ein stärkeres Umdenken – vor allem seitens der Politik muss Nachhaltigkeit einen anderen Stellenwert bekommen. Klimaschutz muss zur Priorität werden. Zum einen müssen die Nachhaltigkeitsziele strenger verfolgt werden. Zum anderen braucht es mehr Gelder für Umweltprojekte und mehr Aufmerksamkeit und einfachere Wege für Unternehmen, die wirklich etwas bewegen wollen.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Nie das Ziel aus den Augen verlieren! Wenn man als junge Firma frischen Wind in eine sehr etablierte Branche bringt, dann begegnen einem so einige Hürden. Ob es Menschen sind, die anfangs nicht an einen glauben oder einem Steine in den Weg legen, ob es Fehler sind, die einem als junges Unternehmen passieren oder es die rasante Geschwindigkeit ist, mit der man entscheiden muss und wächst – wichtig ist, sich immer daran zu erinnern, warum man losgegangen ist.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Ich nenne hier mal drei Zahlen, die für unseren positiven Impact stehen: Über 8 Millionen eingesparte Einweg-Plastikflaschen. Etwa 1.200 Tonnen eingesparte chemische Rohstoffe. Knapp 135.000 Quadratmeter eingesparte Plastikfolie.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
"Tschüss Plastikmüll! Wie Everdrop eine komplette Branche von ihrem Einwegplastik-Wahn befreit hat"

Start-ups ohne Buzzwords

Sie sind Gründer eines innovativen und spannenden Unternehmens im Umfeld von Handel und FMCG? Können auch Sie Ihr Start-up ohne Buzzwords erklären? Dann melden Sie sich bei uns jederzeit unter ulrike.sanz@dfv.de.

Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-Startups.de.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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