Mitarbeiterin im modernen Möbelhaus prüft Kundenbewertungen auf einem Tablet im hellen Showroom
© Black Forest Labs / Flux

Hyoban: Mit KI zu besseren Kundenbewertungen

Mit seiner KI-gestützten SaaS-Lösung will das Münchner Start-up Hyoban das Reputationsmanagement von Onlineshops automatisieren. Für Händler soll sich dadurch nicht nur der Arbeitsaufwand rund um Bewertungsplattformen reduzieren, sondern auch ihre Onlinereputation verbessern. Wie das genau funktioniert, erklärt Hyoban-Mitgründer Jan-Philipp Kröll im Etailment-Interview.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Hier setzt das Münchner Start-up Hyoban mit seiner SaaS-Lösung an. Sie automatisiert das Reputationsmanagement, mit generativer KI und automatischen Plattform-Integrationen. HYōBAN (評判, japanisch für "Reputation" und als deutsche Marke “Hüoban” oder “Hioban” ausgesprochen) funktioniert zudem aggregativ: Unternehmen können das Meinungsbild ihrer Kunden damit über alle Bewertungsplattformen hinweg beurteilen.

Automatische oder halbautomatische Antworten

Die Gründer, darunter die deutschen Unternehmer Jan-Philipp Kröll, Mitgründer von Recognified, Jan Mergler, Mitgründer von Xingu, sowie Aron Homberg, Experte für Webtechnologien, sind seit Langem in den Bereichen Digital-Marketing, Softwareentwicklung, Produktmanagement und KI tätig.

Hyoban lädt die Bewertungen von Online-Bewertungsplattformen automatisch herunter, anschließend erstellt die KI einen Antwortvorschlag, der empathisch und markenkonform sowie kontext- als auch regelbasiert formuliert sein soll. Die Antworten können vor Veröffentlichung noch einmal vom Menschen angepasst werden. Geschieht dies, lernt das System automatisch dazu.Zusätzlich analysiert Hyoban die Rückmeldungen der Kunden und gibt Unternehmen Tipps, wie sie mögliche Probleme frühzeitig erkennen und beheben können, bevor diese ihrem Ruf schaden.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Bevor Kunden sich für eine Dienstleistung oder ein Produkt entscheiden, lesen sie oft Bewertungen im Internet: sei es vor einer Reise, beim Kauf von Produkten oder bei der Wahl eines Restaurants. Ungefähr 98% der Kaufentscheidungen fußen auf Meinungen anderer Nutzer online.
Unser Start-up Hyoban hilft Unternehmen, auf all diese Bewertungen zeitnah zu reagieren, egal ob sie auf Google, Facebook, Booking.com oder anderen Plattformen stattfinden. Wir haben eine KI entwickelt, die sie dabei unterstützt: Bei der Antwort-Erstellung sitzt unsere KI sozusagen auf dem Beifahrersitz und schlägt Antworten vor, die zur typischen Sprache des Unternehmens passen. Der Kunde sitzt weiterhin am Steuer und entscheidet über den Inhalt der Antworten pro Plattform und ob die KI auf die Bewertungen automatisch oder halbautomatisch antwortet oder diese komplett manuell beantwortet werden sollen.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Integrierte Reputation-Management-Plattform, die das Beantworten und Analysieren von Kundenbewertungen zu einem schlanken, zeit- und kostensparenden Prozess transformiert, bei gleichbleibend hoher Qualität.
Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Möbelhändler wie z.B. Interliving Bäucke & Hotellerie

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Mit allen Unternehmen, bei denen Kundenbewertungen maßgeblich für den Geschäftserfolg sind, mit starkem Fokus auf Handel, Hotellerie und Gastronomie

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Das Vertrauen für KI-getriebene Geschäftsmodelle mit greifbaren Anwendungen ist im deutschen Markt bereits angekommen. Trotzdem besteht noch weiterer Aufklärungsbedarf, um potenzielle Ängste vor neuen Technologien zu überwinden und die offensichtlichen Vorteile klar hervorzuheben.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
In 6 Wochen 10 neue Kunden zu gewinnen

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Die Erfolgsgeschichte von Hyoban.ai: vom Münchner KI-Startup zum globalen Player im Reputationsmanagement

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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