
SPRK: B2B-Marktplatz für überschüssige Lebensmittel
Das Berliner Start-up SPRK.global betreibt einen B2B-Marktplatz für überschüssige Lebensmittel. Zulieferer und Abnahmepartner werden hier KI-gesteuert vernetzt, um qualitativ hochwertige, aber zeitkritische Lebensmittel (MHD) effektiv umzuverteilen und so die Verschwendung von Nahrungsmitteln einzudämmen. Im Etailment-Interview spricht Gründer Alexander Piutti über sein Start-up.
Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
SPRK setzt sich dafür ein, die Lebensmittelverschwendung global zu reduzieren. Weltweit liegt die Lebensmittelverschwendung bei 2,5 Milliarden Tonnen und allein in Deutschland kommen wir auf ca. 12 Mio. Tonnen pro Jahr - eine unfassbar hohe Menge. Dabei fallen 61% der Überschüsse bereits am Anfang und in der Mitte der Lebensmittellieferkette an – noch bevor die Produkte die Supermarktregale erreichen. Um dieses Problem zu lösen, bauen wir bei SPRK einen digitalen Marktplatz auf, der Marktteilnehmer und deren Angebot und Nachfrage zusammenbringt. Dazu gehören Unternehmen aus der Agrarwirtschaft, Erzeuger, Importeure, Lebensmittelproduzenten, Großhändler und die Zentrallager der Lebensmitteleinzelhändler auf der einen und Gastronomen, Caterer, Hotellerie, Krankenhäuser und gemeinnützige Vereine auf der anderen Seite.Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
SPRK.global reduziert die Lebensmittelverschwendung entlang der Lieferkette und schützt damit zugleich das Klima und Ressourcen. Dafür digitalisieren wir die Lieferkette und vernetzen die Akteure auf unserer B2B-Distributionsplattform miteinander.
Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Wir konnten inzwischen bereits über 250 operative Partner aus der Lieferkette gewinnen. Darunter sind Erzeugerbetriebe wie die Werder Frucht GmbH, Krankenhäuser, Hotellerie und gemeinnützige Abnahmepartner wie die Tafel Potsdam.Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Wir möchten die gesamte Lebensmittellieferkette revolutionieren und setzen dabei auf ein breites Netzwerk. Denn mit gezielten und vielfältigen Partnerschaften in den Bereichen Lieferkette, Produktion und Technologie kann das Ziel der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung innerhalb der Lieferkette schneller erreicht und der Effekt skaliert werden.
Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Partnerschaften sind das A und O. Nur, wenn alle Akteure der Lebensmittelbranche Hand in Hand agieren, können wir effizienter und klimafreundlicher wirtschaften. Ein Ergebnis, von dem am Ende wir alle profitieren.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
In vier Jahren SPRK konnten wir bereits über 5.500 Tonnen überschüssige Lebensmittel umverteilen, was 13.500 Tonnen CO₂-Äquivalenten entspricht.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
„Lebensmittelverschwendung adé: SPRK-Marktplatz vermeidet weltweit Überschüsse”
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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