Marketing-Mitarbeiterin erstellt eigenständig Social-Media-Inhalte am Bildschirm im Büro
© Black Forest Labs / Flux

Varycon: Kreative Inhalte auf Knopfdruck

Varycon aus Mönchengladbach will Marken und Händlern eine Plattform bieten, um die verschiedenen Social-Media-Kanäle und -Formate besser bedienen zu können. Mit der KI-gestützten Software des Start-ups können Unternehmen kreative Inhalte wie Videos, Grafiken und Posts in Eigenregie erstellen und dabei viele Prozessschritte automatisieren, sodass die Abstimmung mit Agenturen und anderen externen Dienstleistern entfällt. Etailment stellt Varycon im Interview vor.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Von der KI-gestützten Softwarelösung sollen vor allem Konzerne profitieren, indem sie passgenaue Inhalte für ihre Medienproduktion intern - und damit schneller, einfacher und günstiger - erstellen, entsprechend der Zielgruppe anpassen oder internationalisieren. Von statischem Post oder animierten Inhalten bis hin zur professionellen TV-Produktion inklusive Distribution soll damit jeder geschulte Mitarbeiter Inhalte für alle Kanäle und relevanten Formaten produzieren können. Vorkenntnisse in Videobearbeitung und Design sind dafür laut Varycon nicht notwendig.Im Etailment-Kurzinterview stellt Mitgründer Lars Reinartz das Start-up vor.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Mit unserer Softwarelösung können Unternehmen ihren Media-Content – von einfachen Social-Media-Posts, über HTML-Banner bis hin zu professionellen TV-Spots – eigenständig erstellen, ohne dabei auf eine Reihe von Dienstleistern angewiesen zu sein. Die Herangehensweise ähnelt der des Schreibens eines Briefings für eine Agentur – nur mit dem Unterschied, dass nach dem Eintippen der Briefinginhalte das Ergebnis bereits nach wenigen Minuten vorhanden ist und nicht erst nach mindestens einer Woche. Unsere digitale Plattform spart unseren Kunden wie z.B. Konsumgüterkonzernen, Marken und Einzelhändlern viel Zeit und Kosten, da diverse Abstimmungsrunden zwischen Auftrageber und externen Partnern wegfallen und Produktionsschritte inhouse selbst übernommen werden.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Mit Varycon bringen wir die professionelle Media-Content-Produktion für mehr Skalierbarkeit, schnellere Time-to-Market und Effizienz zurück ins Unternehmen: voll automatisiert, corporate-ready und zukunftsorientiert.Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Wir zählen unter anderem Salesforce und Henkel (Adhesives und Consumer Brands) zu unseren Kunden. Zudem führen wir bereits mit weiteren Händlern und FMCG-Marken Gespräche.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Generell möchten wir allen Unternehmen und Marken die Möglichkeit bieten, ihre eigenen Production-Pipelines für Medieninhalte aufzubauen und intern professionellen Content zu entwickeln.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Es braucht kein großes Team, sondern vor allem ein Team, das die gleiche Vision hat und gemeinsam hungrig nach mehr ist. Bei uns arbeitet keiner in Silos, sondern Entwicklungen entstehen durch Eigeninitiative, Research und kontinuierlichen Austausch. Wir sind mit einem Team aus 24 Experten, die sich gegenseitig auf den neuesten Stand bringen und über die einzelnen Abteilungen hinaus zusammenarbeiten, perfekt aufgestellt.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Wir haben 2019 mit Varycon losgelegt. Nur drei Jahre nach dem Launch haben wir unsere Kosten für die Entwicklung unseres Softwareprodukts komplett refinanziert und dank des positiven Feedbacks unserer Kunden den finalen Beweis erbracht, mit unserer Lösung corporate-ready zu sein. Vor diesem Hintergrund lässt sich hervorheben, dass wir unseren bisherigen Weg komplett aus eigenen Mitteln finanziert und keine Investoren an Bord geholt haben, um dahin zu kommen, wo wir heute stehen.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?

Endlich eine große Tech-Company aus Europa: Vom 28-Mann-Team aus Mönchengladbach zum weltweit agierenden Software-Unternehmen

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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