
Wie Templafy Datensilos am Arbeitsplatz beseitigen will
Das dänische Start-up Templafy hat ein Content-Management-System entwickelt, welches sicherstellt, dass alle in einem Unternehmen erstellten Dokumente den visuellen und rechtlichen Standards der Marke entsprechen. Logos, Bilder und Textbausteine werden cloudbasiert verwaltet und den MItarbeitern in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung zur Verfügung gestellt.
Björn BöerChefredakteurMal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Unternehmen produzieren heute Unmengen an Content – Einzelhändler beispielsweise erstellen Vertragsentwürfe, Marketing-Materialien, E-Mails und Pitch Decks in aller Regelmäßigkeit. Mitarbeiter kostet die Erstellung dieser Dokumente viel Zeit, da die benötigten Informationen verstreut abliegen. Auch die Fehleranfälligkeit ist hoch, es können sich schnell veraltete Logos oder Textbausteine einschleichen. Genau dem nehmen wir uns an: Der cloudbasierte Ansatz ermöglicht das unternehmensweite Aktualisieren von Informationen und Bildern, beispielsweise bei einem neuen Logo, mit nur einem Mausklick. Templafy ist dabei in die gängigen Anwendungen zur Dokumentenerstellung integriert, Mitarbeiter können also in der gewohnten Arbeitsumgebung auf die benötigten Informationen zugreifen und sie direkt in ihre Dokumente einfügen. Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Templafy ist das innovative Tool zur Erstellung von Dokumenten, in bestehende Anwendungen integriert und stellt sicher, dass Mitarbeiter immer und überall auf den benötigten Content zugreifen, während Unternehmen mühelos den Content verwalten, aktualisieren und optimieren können.
Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Bis heute konnten wir über 600 Unternehmen mit knapp 3 Millionen Endnutzern als Kunden gewinnen. Dabei betreuen wir Unternehmen der verschiedensten Industrien, von Retail bis Consulting. Namhafte Beispiele sind IKEA, KPMG und Cisco. Der Boom der hybriden Arbeitswelt hat die Nachfrage nach vernetztem Content abermals erhöht. Plötzlich liegt auch im Einzelhandel vieles im digitalen Raum ab und Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen arbeiten ortsunabhängig und müssen dennoch auf die benötigten Vertragsvorlagen, Logos und aktuellen E-Mail-Signaturen zugreifen können.
Als Geschäftsführer Deutschland habe ich natürlich die Vision, irgendwann alle großen deutschen Unternehmen an Bord begrüßen zu können, egal ob aus Autoindustrie oder Bankenwesen. Wir sprechen mit vielen spannenden Unternehmen und entwickeln unser Produkt weiter, um den individuellen Anforderungen gerecht zu werden. #BN++56235# Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Gespräche mit Kunden und Analysten eröffnen immer wieder neue Perspektiven, die wir in unsere Produktentwicklung einfließen lassen. Dennoch ist es elementar, das ursprüngliche Ziel der Prozessoptimierung bei der Erstellung und Bearbeitung von Dokumenten nicht aus den Augen zu verlieren. So achten wir darauf, Templafy kontinuierlich zu verbessern, ohne es mit Features zu überfrachten.
Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Eine aktuelle Studie von Templafy hat gezeigt, dass deutsche Arbeitnehmer mit den Technologien am Arbeitsplatz noch nicht vollends zufrieden sind: Die Hälfte wünscht sich integrierte Tools, über 40% wollen Applikationen, die unternehmensweit eingesetzt werden und zwei Drittel hoffen auf eine höhere Benutzerfreundlichkeit. Genau diese 3 Eigenschaften (Intuition, Integration und unternehmensweite Einsatzbereiche) sind seit jeher Kern unserer DNA. Das erfüllt mich durchaus mit Stolz.
Welche Schlagzeile würden sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
"Endlich einfach zusammenarbeiten – Templafy beseitigt Datensilos am Arbeitsplatz."
Start-ups ohne Buzzwords
Sie sind Gründer eines innovativen und spannenden Unternehmens im Umfeld von Handel und FMCG? Können auch Sie Ihr Start-up ohne Buzzwords erklären? Dann melden Sie sich bei uns jederzeit unter ulrike.sanz@dfv.de.
Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-Startups.de.
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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