
Streik bei Karstadt Hamburg
Die Gewerkschaft Ver.di hat die rund 2.000 Mitarbeiter von Karstadt Hamburg zu einem ganztägigem Streik aufgerufen. Der Warenhauskonzern war zuvor aus der Tarifbindung ausgetreten.
Nicht an Versprechen gehalten
Auch Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen habe sich nicht an seine Versprechen aus dem Jahr 2010, dem Jahr der Übernahme aus der Insolvenz, gehalten. "Damals hat er erklärt, nach Auslaufen des alten Sanierungstarifvertrages wieder den üblichen Tariflohn zu zahlen. Daran hat er sich nicht gehalten", argumentiert Peukes. "Übrigens: Genau wie die Beschäftigten hat auch er investiert - für ihn war es ein Euro."
Die Streikenden wollten demnach mit dem Karstadt-Eigner ins Gespräch kommen. Daraus werde nichts, da die Körber Stiftung eine Veranstaltung mit Nicolas Berggruen am heutigen Tag abgesagt habe. Peukes dazu: "Auch wenn bislang keine Gründe für die Absage publik geworden sind, liegt für uns der Verdacht nahe, dass Herr Berggruen die Konfrontation mit den Beschäftigten scheut. Es gibt von Seiten der Beschäftigten viele Fragen, auf die es endlich klare Antworten geben müsste."
Mit dem Streik wollen die Gewerkschafter Karstadt zurück in die Tarifbindung bringen. "Heute ist der Anfang - und wir haben einen langen Atem", kündigt Peukes an. In Hamburg arbeiten rund 2.000 Mitarbeiter des Warenhauskonzerns.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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