Streit um den Adler geht weiter

Streit um den Adler geht weiter

Zwar hat Real gegen den Deutschen Fußball-Bund im Rechtestreit einen Rückschlag erlitten. Doch das Spiel ist noch nicht zuende. Nun geht es um die Nutzung des Adler-Logos auf Fußmatten - und hier ist eine andere Sachlage.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Nach dem Urteil vom Donnerstag darf Real auch weiterhin die vom DFB angegriffenen T-Shirts mit Adler-Logo und dem Schriftzug "Deutscher Fußball-Bund" nicht verkaufen, wie das Gericht mitteilte. Allerdings verneinten die Richter, dass auch bei den ebenfalls angegriffenen Fußmatten eine Verwechslungsgefahr bestehe. Dort fehlt der Text.

Real ist vors Patentamt gezogen

Der DFB hatte bereits im August 2014 vor dem Landgericht München ein Verkaufsverbot erreicht. Das Logo gleiche den geschützten Marken des DFB so sehr, dass dies Markenrechte verletze, erklärte das Gericht.

Doch die Auseinandersetzung hat sich längst verlagert, denn bereits vor den Urteilen hatte Real beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) die Löschung der betroffenen Marke beantragt. Das Tochterunternehmen des Metro-Konzerns argumentiert, dass der DFB-Adler dem Bundesadler gleiche. Staatswappen oder -symbole dürften aber gar nicht geschützt werden. Das Markenamt habe bei der Eintragung der Marke einen Fehler gemacht.

Für das Landgericht, aber auch für das OLG, war das aber nicht entscheidend. Aus Sicht beider Gerichte gilt zunächst die Eintragung ins Markenregister. Zu klären sei also nur gewesen, ob Real mit den Produkten gegen den Markenschutz verstoße. Nicht aber, ob die Eintragung selbst rechtens gewesen sei.

Das prüft das DPMA auf Antrag von Real selbst - und für den Ausgang des Streits ist das auch das entscheidende Verfahren. Vor Sommer sei nicht mit einer Entscheidung zu rechnen, heißt es beim DPMA.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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