
Stuttgart 21: Demos bescheren Cityhändlern Umsatzverluste
Laut Handelsverband klagen viele Händler in der Stuttgarter City über Umsatzrückgänge durch die Proteste gegen das Projekt "Stuttgart 21". Eine Großdemo am Samstag könnte die Lage verschlimmern.
Björn BöerChefredakteur"Wir verspielen hier unseren Ruf als attraktiver Einkaufsstandort", warnt Stuttgarts City-Manager Hans H. Pfeifer. "Die ständigen Aktionen schaden nicht nur der Branche, sondern auch nachhaltig dem Image der Einkaufsstadt Stuttgart."
"So kann das nicht weiter gehen"
Laut Einzelhandelsverband melden viele Händler in der Stuttgarter City deutliche Umsatzrückgänge durch die Demonstrationen und berichten von Kunden, die wegen der Proteste und des Verkehrschaos nicht mehr in die Innenstadt kommen wollen.
"Gerade an unserem stärksten Einkaufstag, dem Samstag, sind Demonstrationen ein regelrechtes Abwehrschild für Einkaufswillige", sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des baden-württembergischen Einzelhandelsverbandes.
"So kann das nicht weiter gehen: Der Einzelhandel und seine Kunden dürfen nicht immer wieder zwischen die Fronten geraten." Die Hauptgeschäftsführerin fordert nun Politik und Verwaltung auf, "endlich in einen zielführenden Dialog mit den Projektgegnern zu treten".

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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