Supermärkte und Discounter umwerben Drogeriekunden

Supermärkte und Discounter umwerben Drogeriekunden

Das Rennen um frühere Schlecker-Kunden hat den Preiskampf der Drogeriemarktketten nach Einschätzung von Experten noch verschärft. Der LEH rüstet auf.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
1 Min.· Aktualisiert am
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Inzwischen hätten einige Supermärkte und Discounter ihre Drogerie-Sortimente ausgebaut. Das beobachtet auch Denise Klug, Analystin beim Marktforschungsunternehmen Planet Retail. Vor allem Netto habe im Drogeriemarktsegment in den letzten Monaten angegriffen - "woraufhin Lidl sehr aggressiv konterte." Netto hat seit Anfang März mehr als 1.000 Drogerieartikel gelistet.

Preiseinstiegsmarken unter Druck

Im Einzelhandel braucht man möglichst viel Umsatz pro Fläche, sagte kürzlich Rossmann-Chef Dirk Roßmann. Aber auch eigene Marken sind ein Hebel bei den Drogeriemarktketten. Nicht immer aber hätten Eigenmarken eine bessere Marge als Herstellermarken, wissen Branchenexperten. "Gerade im Preiseinstieg stehen die Margen der Eigenmarkenartikel auch stark unter Druck", heißt es.

Rossmann experimentiert seit kurzem auch mit Lebensmittelsortimenten in seinen "Express"-Bahnhofsmärkten, die aus den von Schlecker gekauften Ihr-Platz-Filialen hervorgingen.

Auch mit Online-Vertriebskanälen wird geliebäugelt. dm Drogeriemarkt lässt mit über Amazon verschicken, Rossmann hat einen eigenen Internet-Shop, der laut Firmenchef Roßmann aber nur auf eine schwarze Null kommt, sprich, faktisch keinen Gewinn erzielt.

dpa

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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