
Tchibo will online die Welt erobern
Seit Jahren sinkt die Kundenfrequenz in den Tchibo-Filialen. Neben einem neuen stationären Sortimentskonzept setzt der Hamburger Händler daher nun auf seine Onlinestrategie.
Online first
Zumal es noch weitere Onlinebaustellen gibt: Tchibo will das Cross-Channel-Zusammenspiel zwischen Online und Filiale perfektionieren. Und Linemayrs Vorgänger Markus Conrad, der der Unternehmerfamilie Herz in einem Beirat treu bleibt, hatte die Idee, den Einstieg in neue Länder zunächst über das Internet anzugehen. Zum Beispiel Dänemark: Seit Frühjahr 2017 können dänische Kunden auf tchibo.dk ihre Ware direkt nach Hause bestellen.
Der dänische Onlineshop wird von einem Team mit Sitz im Hamburger Headquarter betreut. Auch China soll auf der "Online-first"-Agenda der Hamburger stehen. Gerüchten zufolge laufen die Vorbereitungen für die Expansion auf Hochtouren, Personal werde bereits gesucht. Dem Vernehmen will Tchibo im Reich der Mitte auf jeden Fall Kaffee anbieten. Und wer weiß, vielleicht finden die chinesischen Konsumenten ja Gefallen an "jede Woche eine neue Welt". Da ist ein Onlineshop der ideale Versuchsballon.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
Alle Beiträge