
Augmented Reality: 1000 virtuelle Supermärkte krempeln das Shopping um
Erinnern Sie sich noch, als Tesco 2011 in U-Bahn-Stationen in Korea mit virtuellen Supermärkten auf Hightech-Displays loslegte und Kunden mobiles Shopping mit dem Smartphone ermöglichte? Das Modell des Offline-Shoppings mit Augmented Reality fand etliche Nachahmer. Neben eBay, Net-a-Porter, Ocado, Wollworths, Toys"R"Us testete sogar der norddeutsche Drogeriemarkt-Filialist Budnikowsky virtuelle Shops an stark frequentierten Stellen. Inzwischen erprobt Tesco das Modell auch am Londoner Flughaf...
Das Modell des Offline-Shoppings mit Augmented Reality fand etliche Nachahmer. Neben eBay, Net-a-Porter, Ocado, Wollworths, Toys"R"Us testete sogar der norddeutsche Drogeriemarkt-Filialist Budnikowsky virtuelle Shops an stark frequentierten Stellen.
Inzwischen erprobt Tesco das Modell auch am Londoner Flughafen Gatwick. Testläufe.
Doch in China steht jetzt der flächendeckende Einsatz bevor.
Yihaodian, größter E-Commerce-Anbieter für Food in China, will landesweit 1.000 virtuelle Supermärkte unter der Marke "Unlimited Yihaodian" starten. Keine Plakatwände, sondern leere Stores von 1200 Quadratmetern, in denen die Ware an Displaywänden gezeigt wird. Eingekauft wird per Smartphone, geliefert wird nach Hause. Ein Modell, dass auch Woolworths in Australien erprobt.
Das lässt aufhorchen. China ist nicht weit weg. Denn Wal-Mart bekam im August grünes Licht, die Mehrheit an Yihaodian zu übernehmen. Sind die Erfahrungen dort also positiv, dürfte Wal-Mart das System schnell auch in den USA ausrollen. Spätestens dann dürften die Nachahmer in Europa nach Freiflächen in Innenstädten suchen. Lassen sich die Supermärkte mit breitem Sortiment doch auf weitaus kleinerer Fläche darstellen.
Geshoppt wird dann womöglich in der Mittagspause - ohne Parkplatzsuchstress, ohne Samstagshektik, ohne Schlangen an der Kasse.
Für Tesco haben sich nämlich schon die Plakatwände ausgezahlt. Die E-Tochter Homeplus steigerte den Umsatz um 130 Prozent und stieg zum Online-Marktführer auf.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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