
Mobile Commerce: Shopping und Zahlung per Smartphone boomt
Ein Drittel aller Smartphone-Besitzer nutzt bereits Mobile Commerce. Damit steigt auch das Interesse an Mobile Payment. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und Creditreform Boniversum. Bei den 18 bis 29-Jährigen ist es sogar beinahe jeder zweite Nutzer.
31,7 Prozent aller Befragten der repräsentativen Online-Umfrage nutzen das Smartphone auch zum mobilen Einkauf. Das entspricht einer Steigerung von 8,3 Prozent zum Vorjahr. Männer liegen dabei mit 36,9 Prozent Nutzung vor den Frauen mit 26,7 Prozent; plus 5,9 Prozent gegenüber 2011. "Mit der immer stärkeren Verbreitung von Smartphones steigt auch die Aufgeschlossenheit der Nutzer, Waren und Dienstleistungen über ihre Geräte einzukaufen. Das damit verbundene Vertrauen in diesen Verkaufskanal beflügelt den Interaktiven Handel weiter", kommentiert bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer die Zahlen.
Zudem zeigt sich, dass das Smartphone mittlerweile von allen Einkommensgruppen in etwa gleich stark zum mobilen Einkauf genutzt wird. Nicht nur der deutsche „Normalverdiener“ (1.501- 2.500 Euro Haushaltsnettoeinkommen: 29,7 Prozent: +3,9 Punkte) und der „Gutverdiener“ (über 2.500 Euro Haushaltsnettoeinkommen: 33,6 Prozent; +9,9 Punkte) weisen im Jahresvergleich eine stärkere Nutzung des Smartphone auf. Auch die „Geringverdiener“ weisen einen deutlich überdurchschnittlichen Nutzungsanstieg auf (bis 1.500 Euro Haushaltsnettoeinkommen: 32,4 Prozent: +10,8 Punkte). Zudem zeigt sich, dass auch „Sparer“ mittlerweile das Smartphone deutlich stärker als noch vor zwölf Monaten zum mobilen Einkauf nutzen (34,1 Prozent; +9,0 Punkte).
Die häufigste Bezahlform für Einkäufe mit dem Smartphone ist zwar immer noch der Kauf per Rechnung oder Kreditkarte, dennoch sinkt der Anteil im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent (Frühjahr 2012: 43 Prozent; Frühjahr 2011: 45 Prozent). Die mobilen Bezahldienste holen derweil auf: Aktuell bezahlen schon 41 Prozent der Nutzer ihre Einkäufe über entsprechende Dienstleister. Das entspricht einem prozentualen Wachstum von drei Prozent . 15 Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen für die Bezahlung den eigenen Netzanbieter.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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