
Telekom: IP-TV soll Inlandsgeschäft aufbessern
Um ihr lahmendes Inlandsgeschäft anzukurbeln, setzt die Deutsche Telekom nun verstärkt auf IP-TV. Konzernchef Kai-Uwe Ricke ist vom neuen Geschäftsfeld überzeugt und versucht durch die zusätzlichen Einnahmen die Rückgänge des traditionellen Festnetzgeschäftes auszugleichen. Rund eine Mio. Kunden sollen bis Jahresende für den neuen Dienst der Telekom begeistert werden.
Björn BöerChefredakteurExperten sehen die IP-TV-Erweiterung der Telekom jedoch skeptisch. Marcus Sander, Telekom-Analyst bei Sal. Oppenheim, bezeichnet den Einstieg des Mobilfunkanbieters in neue Geschäftsfelder als Abwehreaktion gegen andere Wettbewerber, wie etwa die Kabelnetzbetreiber, die nun auch Telefonie und Internetzugang über das TV-Kabel anbieten würden.
Den Einstieg in das neue Geschäftsfeld hat sich das Unternehmen einiges kosten lassen. Für rund drei Mrd. Euro baut die Telekom ein schnelles VDSL-Netz auf, das bislang zehn Ballungsgebiete verbindet - 40 weitere sollen im laufenden Jahr folgen. Neben der Telekom plant auch eine Reihe anderer Telekomfirmen den Einstieg ins IP-TV. (KC)

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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