
Telekommunikation: Reorganisation tut not
Unternehmen der Telekommunikationsbranche wurden im vergangenen Jahr als Stars des Informationszeitalters gefeiert. Inzwischen konzentrieren sich die Diskussionen auf sinkende Profite und purzelnde Aktienkurse. Forrester Research nennt mögliche Gründe für den tiefen Fall der TK-Konzerne.
Björn BöerChefredakteur"Nur die Reorganisation der Unternehmen von einer vertikalen zu einer horizontalen Struktur mit mehreren eigenständigen Bereichen erleichtert die Innovation, kommt Kundenwünschen entgegen, erschließt neue Märkte und beschleunigt die internen Prozesse," erläutert Lars Godell, Analyst bei Forrester Research.
Laut Forrester sollte im Rahmen einer Neuordnung ein bereichsbasiertes Unternehmensmodell eingeführt werden, das folgende Bereiche beinhaltet:
- Netztechnologien zur Weiterentwicklung von Festnetz, Mobilfunk und Internet
- Innovationen-Bereich für Messaging, VPN und Hosting
- Bereich Handel für die Zielgruppen Privathaushalte, Mittelständler und Unternehmen
Die Einteilung der Unternehmen in diese drei eigenständigen Bereiche erwartet Forrester für 2005.
Eine horizontale Struktur ist nach Ansicht der Forrester-Analysten gerade aus technologischer Sicht sinnvoll, da der zuständige Bereich für die Netztechnologie den Grundstein für integrierte Endbenutzerlösungen legt, die von innovativen Unternehmen und vom Handel entwickelt und angeboten werden. Forrester rechnet damit, dass sich die Umstellung von einem vertikalen, vollständig integrierten Unternehmensmodell zu einem horizontal strukturierten Konzern mit mehreren Bereichen in drei Phasen vollzieht. "Die skandinavischen Unternehmen werden auch in diesem Fall anderen europäischen Konzernen voraus sein und das Modell mehrerer Bereiche als erste vollständig umsetzen", ist Lars Godell überzeugt. (ST)
KONTAKT:
Forrester Research GmbH & Co. KG
Hanauer Landstraße 135 - 137
60314 Frankfurt am Main
Tel. 069-43089152
Fax 069-43089197
Internet: www.forrester.com/de

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge