
Tengelmann will über Edeka einkaufen
Edeka und Tengelmann ziehen im Kampf für ihre Fusion alle Register. Sollte der Vorstoß für einen gemeinsamen Einkauf erfolgreich sein, hätten es die Konkurrenten Rewe und Markant schwer, den Zusammenschluss zu verhindern.
Björn BöerChefredakteurZiel: günstigere Einkaufskonditionen
Hat Tengelmann mit dem Eilantrag Erfolg, so könnte die Kette der drohenden langwierigen juristischen Auseinandersetzung um die Ministererlaubnis etwas gelassener entgegensehen. Denn der Bezug der Ware über Edeka könnte Kaiser's Tengelmann zu deutlich wettbewerbsfähigeren Einkaufskonditionen verhelfen und damit die Situation des rote Zahlen schreibenden Unternehmens erleichtern.
Kaiser's Tengelmann wollte bereits 2014 seine Einkäufe bei Edeka bündeln. Dies war jedoch vom Bundeskartellamt untersagt worden, um eine Vorwegnahme des Zusammenschlusses zu vermeiden.
Die Konkurrenten Rewe und Markant haben vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht Beschwerde gegen die Ministererlaubnis für den Zusammenschluss eingereicht. Die juristische Auseinandersetzung darüber könnte den Zusammenschluss unter Umständen geraume Zeit verzögern.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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