
Textilhandel „besser als erwartet"
Die deutsche Modebranche hat 2008 nach einer Verbandsschätzung besser abgeschnitten als erwartet. Mittelständische Händler bleiben aber unter Druck.
Björn BöerChefredakteurDiese Aussage widerspricht einer Branchenumfrage der Fachzeitschrift "TextilWirtschaft", wonach 2008 die Umsätze im deutschen Modehandel um 4 Prozent gesunken sind.
Wachsende Verkaufsfläche bereitet Sorge
BTE-Chef Dax betonte, die Probleme, die der Modehandel in den vergangenen Monaten hatte, hätten nichts mit der Finanzkrise zu tun. Zu schaffen mache der Branche vielmehr die Tatsache, dass die gesamte Verkaufsfläche stetig weiter zunehme, die Kaufbereitschaft der Verbraucher jedoch nicht.
Die Ladenfläche wachse jährlich um etwa 8 bis 9 Prozent. Viele kleinere und mittlere Läden hätten zudem unter einer „Schwächephase" wichtiger Lieferanten gelitten.
Hersteller optimistisch
Auch die deutschen Modehersteller zeigten sich optimistisch. Nach einer Mitgliederumfrage des Verbands GermanFashion kletterte der Umsatz der Unternehmen 2008 um durchschnittlich 3,7 Prozent. Die Hersteller von Berufs- und Sportbekleidung hätten sogar ein Plus von 6,1 Prozent eingefahren.
Drei Viertel der Unternehmen bewerteten die Umsatzentwicklung als „gut bis befriedigend". Für 2009 erwartet der Industrieverband aber nur ein geringes Wachstum von 0,9 Prozent. Als Grund nannte Hauptgeschäftsführer Thomas Rasch schlechtere Exportaussichten in wichtigen Abnehmerländern. „Insgesamt gucken wir aber wirklich positiv nach vorne", betonte er.
Impulse erhofft sich die Branche von der Modemesse Igedo Fashion Fairs. Zu der Fachmesse vom 1. bis zum 3. Februar dieses Jahres werden 1.450 Aussteller aus 46 Ländern in Düsseldorf erwartet.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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