Nach einem Vortrag auf einer Messe in Frankfurt kam ein junger Chinese aus Shanghai auf mich zu, wollte wissen, wie ich den Onlinemarkt für Handtücher in Deutschland einschätze. Er wolle da rein. Nun bin ich bestimmt kein Experte für das Segment flauschiger Frotteewaren, eines weiß ich aber sicher: Kunden schauen mit wachsender Egalheit auf die Postadresse eines Onlineshops.
Zunehmend eben auch aus China.
Da muss man gar nicht erst auf Alibaba warten. Vorteil der Shops aus Übersee: Die Internationalisierung zwingt sie mit Nachdruck, auf die Nuancen und Besonderheiten des Marktes einzugehen.
Anders gesagt: Sie richten sich mit hoher Geschwindigkeit (im Sinne von sofort) auf die Wünsche des Kunden ein, während das deutsche Handelsmanagement noch glaubt, der Kunde werde hausgemachte Probleme mit der Gemütlichkeit des deutschen Michel akzeptieren. Doch der ist inzwischen viel zu bequem, um sich darauf noch einzulassen.
Warum auch?
Schließlich ist im Web die Lösung aus China um die Ecke.
