
Tierarznei bald per Onlinehandel erhältlich
Der Versand von Medikamenten für Hunde und Katzen soll bald erlaubt werden. Die Bundesregierung reagiert damit auf Vorgaben der EU.
Die EU machts möglich
Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) vor sechs Jahren den Versandhandel mit rezeptfreien Medikamenten zur gemeinschaftsrechtlichen Pflichtsache erklärt hat, kündigte die EU-Kommission im Sommer an, jetzt auch den Versand von apothekenpflichtigen Tierarzneimitteln durchzusetzen.
Die Bundesregierung hat nun in ihrem Antwortschreiben an die EU-Kommission angekündigt, hier zu Lande rechtliche Anpassungen vorzunehmen. Durch Änderungen im Arzneimittelgesetz soll der Versandhandel für nicht-verschreibungspflichtige Veterinärarzneimittel erlaubt werden, sofern die behandelnden Tiere nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
Heimtiere in Deutschland
In mehr als einem Drittel aller deutschen Haushalte werden Tiere gehalten. Nach Angaben des Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) leben in deutschen Haushalten rund 23,3 Millionen Heimtiere. Katzen stehen in der Beliebtheitsscala ganz oben: So leben 8,2 Millionen Katzen in deutschen Haushalten, gefolgt von Hunden (5,5 Millionen) und Kleintieren (6,2 Millionen).
Das Wohl ihrer vierbeinigen Freunde lassen sich die Deutschen auch durchaus was
kosten: Der Umsatz des Heimtierbedarfs-Marktes beläuft sich nach Angaben des IVH auf 3,5 Milliarden Euro. Rezept- und apothekenpflichtigen Arzneimittel sind hier nicht enthalten.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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