Tierschutzbund kritisiert Initiative Tierwohl

Tierschutzbund kritisiert Initiative Tierwohl

Landwirte bekommen von einer Initiative Extrageld, wenn diese bessere Haltungsbedingungen für Tiere umsetzen. Der Tierschutzbund sieht derzeit einen Verbraucher- und Tierschutzbetrug.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Dann stehen wir vermutlich vor dem größten Verbraucher- und Tierschutzbetrug, den es in Deutschland je gegeben hat", sagte Schröder der Zeitung. "Wenn sich Handel und Bauernverband jetzt nicht bewegen, dann werden wir aus der Initiative Tierwohl austreten", sagte er auch der Deutschen Presse-Agentur. Die Initiative Tierwohl wollte sich kurzfristig nicht zu der Kritik äußern, kündigte aber eine Stellungnahme für die kommenden Tage an.

Extrageld für Landwirte

Bei der Initiative bekommen teilnehmende Landwirte Extrageld für bessere Haltungsbedingungen. Dazu gehören etwa mehr Platz und mehr Tageslicht. Der Tierschutzbund gehört dem Beraterausschuss an. Bei den derzeitigen Planungen orientiere sich die Initiative zu sehr an gesetzlichen Mindeststandards und gehe kaum darüber hinaus, monierte Schröder in der "NOZ". "Die Beteiligten wollen möglichst viele Schweine im System haben, da zählt nur Quantität, nicht Qualität."

Die Initiative Tierwohl hatte im Juni berichtet, der Handel plane, für die Zeit ab 2018 insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, sollten die Beteiligten zustimmen. Eine Entscheidung stand damals noch aus und wurde Ende des Jahres erwartet. Das Geld solle 4.800 Schweinehaltern die Teilnahme ermöglichen, mehr als doppelt so vielen Betrieben wie bislang. Die Aktion wurde 2015 gestartet.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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