
Umsatz im Einzelhandel sinkt deutlich
Im deutschen Einzelhandel sind im April die Umsätze zurückgegangen. Eine Besonderheit des Kalenders herausgerechnet ergibt sich allerdings eine deutlich bessere Monatsbilanz.
Björn BöerChefredakteurUm diesen Effekt bereinigt seien die Umsätze von März auf April real um sogar 1 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten allerdings einen Anstieg um real 1,2 Prozent erwartet.
Umsatzminus in den ersten vier Monaten
Nach Angaben der Statistiker setzte der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im April real 2,8 Prozent weniger um als im Vorjahr. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Ebenso gingen im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln die Erlöse real um vier Prozent zurück.
Im Segment mit Nicht-Lebensmitteln sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 3 Prozent. Im Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf hingegen stiegen die ERlöse real um 1,3 Prozent. Auch beim Absatz von kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten gab es einen Anstieg um real 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Von Januar bis April dieses Jahres setzte die Branche real 1,1 Prozent weniger um als vor einem Jahr.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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