Vedes leidet unter Preisverfall für Spielwaren

Vedes leidet unter Preisverfall für Spielwaren

Die "Lockangebote" von branchenfremden Discountern macht dem Spielwarenhandel zu schaffen. Trotzdem erzielte Vedes 2011 ein Umsatzplus. Für 2012 hat die Kooperation eine Wachstumsstrategie erarbeitet.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Zwar sei der Anteil des Weihnachtsgeschäfts inzwischen von 40 Prozent auf etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes gesunken, sagte Vorstandschef Thomas Märtz am Mittwoch auf der Nürnberger Spielwarenmesse. Dennoch mache der Preisverfall kurz vor dem Fest den Händlern enorm zu schaffen.

"Die Lockangebote der branchenfremden Discounter führen dazu, dass die Preise für den Fachhandel erodieren", schilderte Märtz das Problem. So werde die Ware zum Teil unter dem Einkaufspreis angeboten. Für die Billiganbieter lohnt sich das Kalkül laut Märtz dennoch - wenn die Kunden einmal im Laden sind, nehmen sie auch andere Produkte mit höheren Margen mit.

Besser als der Durchschnitt

Nicht zuletzt dank des guten Geschäfts in den ersten neun Monaten waren die Erlöse der Vedes-Händler im vergangenen Jahr gestiegen. Der Umsatz der 1.050 Mitglieder aus sieben europäischen Ländern legte um 4,2 Prozent auf 571 Millionen Euro zu.

"In Deutschland haben wir die Thekenumsätze von 467 auf 482 Millionen Euro steigern können, das entspricht einem Wachstum von 3,3 Prozent", berichtete Märtz. Damit schnitten die rund 850 Vedes-Händler hierzulande etwas besser ab als der durchschnittliche stationäre Handel. Für 2012 erwartet Märtz europaweit ein Umsatzplus von drei Prozent.

Vedes selbst erzielte ein Ergebnis vor Steuern von 2,1 Millionen Euro - aufgrund von Zuschüssen an die Mitglieder sowie Bonuszahlungen lag der Wert etwas unter dem Vorsteuergewinn des Vorjahrs.

Auch Idee+Spiel wächst

Vergangene Woche meldete bereits der Vedes-Konkurrent Idee+Spiel Zahlen. Demnach ist der Außenumsatz der Verbundgruppe im Jahr 2011 um 2,5 Prozent auf rund 500 Millionen Euro.

Während der Umsatzanteil der klassischen Spielwaren um 10 Prozent gestiegen ist, musste die Verbundgruppe aus Hildesheim im Segment Multimedia/Videospiele einen Einbruch von 26,6 Prozent hinnehmen. Idee+Spiel verwies aber darauf, dass hier der Gesamtmarkt 2011 ebenfalls stark rückläufig gewesen sei.

Die Kooperation hat errechnet, dass das Umsatzvolumen des gesamten deutschen Spielwarenhandels im Jahr 2011 bei 2,7 Milliarden Euro gelegen hat, im Vorjahr waren es noch 2,6 Milliarden Euro.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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