
Verbraucher kaufen teuren Fisch
Fisch und Meeresfrüchte erfreuen sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit bei den Verbrauchern. Die Branche sieht sich trotz statistischer Unklarheiten auf Wachstumskurs.
Thomas RehmRedakteurBerechnungen mit unterschiedlichen Ergebnissen
Im laufenden Jahr rechnet das FIZ mit einem Wachstum von einem Prozent in der Menge und drei Prozent beim Wert. Im Widerspruch dazu ging der Pro-Kopf-Verbrauch von 14,8 auf 13,7 Kilogramm zurück. "Das ist uns ein Rätsel und wir halten es für unrealistisch", sagte Lauenroth. Alternative Berechnungen wiesen auf eine stabile Verfassung des Marktes hin. Grund für die Abweichung könnten statistische Ungenauigkeiten bei der Erfassung des Handels innerhalb der EU sein.
Die Fischwirtschaft profitiere auch davon, dass Discounter wie Aldi und Lidl in ihren Filialen vermehrt Fischtheken einrichteten. "Damit wird Frischfisch für mehr Verbraucher erreichbar und das fördert den Absatz", sagte FIZ-Geschäftsführer Matthias Keller. Die Discounter verkaufen mehr als 40 Prozent aller Fische und Fischprodukte, die restlichen Super- und Verbrauchermärkte nochmals 37 Prozent.
Fischstäbchen weiterhin beliebt
Der deutsche Markt wird dominiert von Tiefkühl-Erzeugnissen wie Fischstäbchen oder Fertigfilets mit einem Anteil von 30 Prozent. Deshalb ist der Alaska-Seelachs, der als Grundlage vieler dieser Produkte dient, mit einem Anteil von 22,3 Prozent der beliebteste Fisch in Deutschland, vor Lachs, Hering, Thunfisch und Forelle. Das zweite wesentliche Marktsegment sind Marinaden und Konserven mit 27 Prozent Marktanteil. Der Rest entfällt auf Krebs- und Weichtiere (14 Prozent), Räucherfisch (12 Prozent) und Frischfisch (10 Prozent).

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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