Verbraucher kaufen teuren Fisch

Verbraucher kaufen teuren Fisch

Fisch und Meeresfrüchte erfreuen sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit bei den Verbrauchern. Die Branche sieht sich trotz statistischer Unklarheiten auf Wachstumskurs.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Dabei gewannen Lachs und Forelle Marktanteile, während Hering und Pangasius zurückfielen. "Der Markt hat durch eine Vielzahl von Maßnahmen neue Impulse erhalten", sagte der FIZ-Vorsitzende Thomas Lauenroth. Dazu zählten nicht nur Verbesserungen bei Kühltruhen und Verpackungen, sondern auch zunehmende Transparenz und Informationen zur Herkunft des Fischs.

Berechnungen mit unterschiedlichen Ergebnissen

Im laufenden Jahr rechnet das FIZ mit einem Wachstum von einem Prozent in der Menge und drei Prozent beim Wert. Im Widerspruch dazu ging der Pro-Kopf-Verbrauch von 14,8 auf 13,7 Kilogramm zurück. "Das ist uns ein Rätsel und wir halten es für unrealistisch", sagte Lauenroth. Alternative Berechnungen wiesen auf eine stabile Verfassung des Marktes hin. Grund für die Abweichung könnten statistische Ungenauigkeiten bei der Erfassung des Handels innerhalb der EU sein.

Die Fischwirtschaft profitiere auch davon, dass Discounter wie Aldi und Lidl in ihren Filialen vermehrt Fischtheken einrichteten. "Damit wird Frischfisch für mehr Verbraucher erreichbar und das fördert den Absatz", sagte FIZ-Geschäftsführer Matthias Keller. Die Discounter verkaufen mehr als 40 Prozent aller Fische und Fischprodukte, die restlichen Super- und Verbrauchermärkte nochmals 37 Prozent.

Fischstäbchen weiterhin beliebt

Der deutsche Markt wird dominiert von Tiefkühl-Erzeugnissen wie Fischstäbchen oder Fertigfilets mit einem Anteil von 30 Prozent. Deshalb ist der Alaska-Seelachs, der als Grundlage vieler dieser Produkte dient, mit einem Anteil von 22,3 Prozent der beliebteste Fisch in Deutschland, vor Lachs, Hering, Thunfisch und Forelle. Das zweite wesentliche Marktsegment sind Marinaden und Konserven mit 27 Prozent Marktanteil. Der Rest entfällt auf Krebs- und Weichtiere (14 Prozent), Räucherfisch (12 Prozent) und Frischfisch (10 Prozent).

Teilen
Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.