
Verbrauchern vergeht die Lust am Einkaufen
Die Deutschen planen, ihre Ausgaben für Konsumgüter einzuschränken. Baumärkte und Reiseveranstalter brauchen sich allerdings keine Sorgen zu machen.
Thomas RehmRedakteur"Angesichts der krisenbedingten Kaufzurückhaltung der Verbraucher ist der Handel jetzt auf Finanzierungsangebote angewiesen, um weiter Waren verkaufen zu können", sagt Peter Wacket, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. Der Autohandel realisiert Studien zufolge die Hälfte seines Umsatzes ausschließlich mit finanzieren Fahrzeugen.
Weniger Käufe bei Neuwagen, Möbeln und Elektronik
Sparen wollen die Verbraucher indes bei langlebigen Konsumgütern. Die entsprechenden Teilindexwerte liegen bei 63 Punkten für Neuwagen und bei jeweils 70 Punkten für Möbel und Elektronik.
Andere Ausgaben bleiben stabil. So planen Verbraucher weiterhin Renovierungen vorzunehmen (110 Punkte) und in den Urlaub zu fahren (120 Punkte). Der Teilindexwert für Anschaffungen liegt bei 91 Punkten.
Die Finanzierungsplanung der Verbraucher liegt laut Teilindex bei 124 Punkten, dies ist der höchste Wert seit Start des Indexes im Frühjahr 2011 (103 Punkte). Dies zeige eine steigende Tendenz der Konsumenten an, Anschaffungen zu finanzieren, schließt der Bankenfachverband daraus.
Deutliche Zuwächse sind vor allem bei gebrauchten Pkws (143 Punkte) sowie Möbeln und Küchen (131 Punkte) zu verzeichnen. Alle anderen Warengruppen sind konstant, nur Kredite für Urlaubsreisen sind leicht rückläufig (82 Punkte).

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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