
Verdi: Borletti-Angebot für Karstadt ist "unseriös"
Die Gewerkschaft Verdi stuft das Kaufangebot von Maurizio Borletti für die Karstadt-Warenhäuser als unseriös ein. Der italienische Unternehmer sei nicht so erfolgreich, wie er angibt.
David WöllensteinRedakteurZum anderen fürchte Verdi, dass Borletti entgegen seiner Ankündigung die Warenhauskette nicht als Ganzes erhalten möchten, sondern lediglich Interesse an den Premium-Häusern habe. Weitere Filialen wolle der Unternehmer vermutlich an Kaufhof-Eigentümer Metro weiterreichen, mutmaßte die Verdi-Sprecherin.
Gewerkschaft warnt vor Karstadt-Liquidierung
Der italienische Geschäftsmann wirbt seit dem Wochenende für seinen Einstieg bei Karstadt - knapp zwei Monate, nachdem Privatinvestor Nicolas Berggruen den Kaufvertrag für die 120 Warenhäuser unterschrieben hat.
Der Vertrag ist allerdings an Bedingungen geknüpft, zu denen immer noch nicht alle Gläubiger des Karstadt-Hauptvermieters Highstreet ihre Zustimmung erteilt haben.
Die Verdi-Sprecherin warnte erneut davor, dass Karstadt liquidiert werden müsse, wenn der Deal mit Berggruen platze.
dpa
Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.
Eine Bildergalerie zur Geschichte von Karstadt finden Sie hier.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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