
Verdi kritisiert Metro-Sparprogramm
Während Metro-Chef Eckhard Cordes auf der Hautptversammlung des Konzerns das Sparprogramm "Shape 2012" verteidigte, demonstrierten Verdi-Vertreter gegen den Stellenabbau beim Handelsunternehmen.
Thomas RehmRedakteurZweithöster Gewinn in der Geschichte
Der Handelsriese Metro hatte 2010 den zweithöchsten Gewinn seiner Geschichte erzielt. Mit einem milliardenschweren Sparprogramms und dank einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion stieg der Gewinn um 80 Prozent auf 936 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2011 stagnierten die Umsätze.
Die Metro-Aktionäre sollen eine höhere Dividende von 1,35 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 1,18 Euro) erhalten. Ein Metro-Sprecher verwies darauf, dass der Großteil der Gewinnsteigerung im Unternehmen verbleibe und wieder investiert werde. Jedes Jahr würden Tausende Arbeitsplätze geschaffen.
19.000 Arbeitsplätze abgebaut
Nach früheren Unternehmensangaben hat der Düsseldorfer Konzern binnen zwei Jahren weltweit etwa 19.000 Arbeitsplätze in Verwaltung und schlecht laufenden Läden gestrichen. Zugleich entstanden in neuen Märkten und durch neue Angebote aber auch fast ebenso viele neue Jobs.
Zur Metro AG gehören die gleichnamigen Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende, die beiden Elektronikketten Media Markt und Saturn, der Lebensmittelhändler Real sowie die Warenhauskette Kaufhof.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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