
Verdi meldet Fortschritte bei Karstadt-Verhandlungen
Die Gewerkschaft Verdi sieht erste Fortschritte in den Verhandlungen mit der Karstadt-Führung in Essen. "Wir sind weitergekommen", sagte eine Funktionärin.
David WöllensteinRedakteurDie Gespräche seien sehr konstruktiv gewesen, sagte auch der Sprecher der Insolvenzverwaltung, Thomas Schulz. "Wir sind zuversichtlich, das wir vor der Gläubigerversammlung am 10. November eine Einigung erzielen." Bis dahin müssten aber noch einige technische Details geklärt werden, hieß es von beiden Seiten.
Keine Gehaltskürzungen
Gewerkschaft und Betriebsräte hatten der Geschäftsführung zunächst ein Papier mit ihren Vorstellungen zukommen lassen. Ähnlich wie im Sanierungsvertrag von 2008, der mit der Insolvenz aufgelöst wurde, geht es jetzt um Kürzungen etwa beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder bei Mehrarbeit. Direkte Gehaltskürzungen lehnt Verdi ab.
Damals war beispielsweise eine ledige Vollzeitverkäuferin durch Kürzungen mit rund 2.000 Euro jährlich betroffen. Verdi steht den Sanierungsbemühen insgesamt positiv gegenüber, macht Zugeständnisse aber davon abhängig, dass sie im Fall einer Liquidierung zurückgezahlt werden.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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