
Verdi stimmt Beitrag zur Karstadt-Sanierung zu
Die Gewerkschaft Verdi billigte den geplanten Sanierungsbeitrag der Karstadt-Mitarbeiter. Derweil haben die Arcandor-Gläubiger kaum Hoffnung auf eine Rückzahlung ihrer Forderungen.
David WöllensteinRedakteurKaum Hoffnung für Arcandor-Gläubiger
Beim Insolvenzverfahren der Karstadt-Muttergesellschaft Arcandor können sich die Gläubiger kaum Hoffnung auf eine Rückzahlung ihrer Milliarden-Forderungen machen. Es sei nur mit einer Begleichung "im Promillebereich" zu rechnen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg am Montag in Essen.
Bei insgesamt 37 Insolvenzverfahren für die Obergesellschaft Arcandor und ihrer Töchter, darunter Karstadt und Quelle, haben insgesamt bis zu 50.000 Gläubiger Forderungen von über 19 Milliarden Euro angemeldet.
Arcandor ohne Gegenstimme abgewickelt
Mit Abstand wichtigster Gläubiger der Obergesellschaft Arcandor ist das Finanzamt, auf das etwa die Hälfte der Forderungen entfallen. Von 851 angemeldeten Gläubigern der Obergesellschaft waren am Montag zu der Versammlung in der Essener Grugahalle nur 64 erschienen. Die Arena fasst bis zu 8.000 Besucher.
Niemand wollte von seinem Rederecht Gebrauch machen. Ohne Gegenstimme besiegelte die Versammlung die Abwicklung der Arcandor AG.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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