Videospiele: Mehr Fans, weniger Umsatz

Videospiele: Mehr Fans, weniger Umsatz

Computerspiele sind zum Volkssport geworden. Trotzdem musste die erfolgsverwöhnte Branche 2009 einen Umsatzrückgang hinnehmen - zum ersten Mal seit sieben Jahren.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Demnach spielen vier von fünf Jugendlichen - doch auch deren Eltern "daddeln“ inzwischen immer öfter: Von den 40- bis 49-Jährigen sind fast 30 Prozent digitale Spieler, bei den 50- bis 59-Jährigen ist es jeder Sechste.

Sehen Sie hier die Sendung MittelstandTV mit einem Bericht über die Videospielmesse Gamescom.

"Computerspiele kommen raus aus der Nische der Freaks und finden Verbreitung in allen Kreisen und Altersklassen der Bevölkerung", ist Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder überzeugt.

Neue Technologien führten derzeit zu einem großen qualitativen Sprung: "Mobilität, Online-Fähigkeit, hochauflösende Bilder und neue Bedienmöglichkeiten lassen virtuelle und reale Welten verschmelzen", sagte Rohleder.

Erster Umsatzrückgang seit sieben Jahren

Trotz der Spielbegeisterung legte die deutsche Videospielbranche nach Jahren des Wachstums 2009 erstmals eine Verschnaufpause ein: Im vergangenen Jahr gaben die Konsumenten für Software und Online-Games 1,8 Milliarden Euro aus – 2,4 Prozent weniger als 2008.

Das ist der erste Rückgang in der Spieleindustrie seit sieben Jahren, meldet die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).  Damit habe sich auch Deutschland nicht gegen den Trend rückläufiger Umsätze auf den großen europäischen Spielemärkten zur Wehr setzen können.

Für das laufende Jahr sei laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook: 2010 - 2014" eine minimale Erlössteigerung um 0,4 Prozent auf knapp 1,81 Milliarden Euro zu erwarten.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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