
Vitalia und Alnatura expandieren
Bio-Läden und Reformhäuser treibt es in die Städte: Die Reformhauskette Vitalia zog in mehrere ehemalige Schlecker-Filialen. Die Bio-Kette Alnatura plant bundesweit mindestens acht Neueröffnungen bis zum Jahresende.
Thomas RehmRedakteurVor allem in den Städten finden die Reformhäuser neue Kundschaft.
"Uns haben die Schlecker-Filialen natürlich geholfen", sagt Kranzer.
Nach der Pleite der Drogeriekette nahm er die freien Flächen in städtischen Lagen sofort unter die Lupe und griff vor allem in München zu, wo Ladenflächen in zentralen Lagen knapp sind. Bundesweit hat Vitalia damit 88 Filialen zwischen Bremen und Garmisch-Partenkirchen.
Alnatura expandiert weiter kräftig
Auch die Bio-Handelskette Alnatura wächst rasant. In den vergangenen Monaten eröffnete das Unternehmen unter anderem in Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin und Hannover neue Märkte. In den nächsten Monaten sollen auch kleinere Städte hinzukommen: Aachen, Ravensburg, Karlsruhe und Ulm stehen auf der Liste. Mindestens acht Neueröffnungen sind bis zum Jahresende geplant.
Dabei setzt das Unternehmen sowohl auf Standorte, die gut mit dem Auto erreichbar sind, als auch auf die City: In München arbeitet Alnatura derzeit an einer neuen Filiale in der Nähe der Fußgängerzone. An Kundschaft dürfte es nicht mangeln: Im vergangenen Jahr haben die knapp 2.400 Bio-Läden in Deutschland ihren Umsatz nach Angaben des Bundesverbands Naturkost Naturwaren um rund sieben Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert. Etwa die Hälfte davon entfiel auf ein Mengen-, die andere auf ein Preiswachstum. Unter den ehemaligen Schlecker-Filialen fand Alnatura allerdings keine geeigneten Standorte: Die Verkaufsflächen waren zu klein.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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