
Weihnachtseinkauf soll Vorjahresniveau erreichen
Beim diesjährigen Weihnachtseinkauf wollen die Deutschen fast so viel wie im Vorjahr ausgeben. Im Vergleich mit anderen Ländern sind sie aber ziemlich konsumfreudig. Bei den Geschenkwünschen liegen die Gutscheine vorne.
David WöllensteinRedakteurBitteres Minus in Spanien und Großbritannien
Das liegt insbesondere daran, dass vor allem die Spanier (minus 9 Prozent) und die Briten (minus 13 Prozent) dieses Jahr an Weihnachten weniger Geld ausgeben wollen.
Traditionell geben die Deutschen im Ländervergleich am wenigsten Geld für Geschenke aus, doch aufgrund der Entwicklung in Spanien und Großbritannien nähern sich die westeuropäischen Verbraucher weiter dem deutschen Konsumniveau an.
Immerhin wollen 69 Prozent der Deutschen in diesem Jahr mehr oder genauso viel ausgeben, wie im letzten Jahr, während 24 Prozent ihre Ausgaben voraussichtlich reduzieren müssen. 7 Prozent sind noch unschlüssig.
Pro-Kopf-Ausgaben nach wie vor unterm Durchschnitt
Trotz dieser Entwicklung bildet Deutschland nach wie vor mit Ausgaben von durchschnittlich 384 Euro pro Person im westeuropäischen Vergleich das Schlusslicht. Der westeuropäische Durchschnittswert für Geschenkausgaben beträgt 419 Euro (Vorjahr: 445 Euro) pro Person.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Männer machen größere Geschenke als Frauen. Mit durchschnittlich 423 Euro geben sie über 20 Prozent mehr aus als weibliche Kunden. 80 Prozent der Deutschen werden in 2010 zumindest einen Teil ihrer Weihnachtseinkäufe im Internet tätigen.
Gutscheine liegen in Deutschland einer weiteren Studie zufolge erstmals auf Platz eins der Weihnachtsgeschenke-Hitliste. Im Vorjahr seien es noch Bücher gewesen, teilte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche am Dienstag in Düsseldorf mit.
Andreas Schröder

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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