
Weniger Kartenbetrug dank Kuno
Die Betrugsfälle bei der Zahlung per Karte und Unterschrift sind 2010 um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Und das, obwohl der Anteil der Kartenzahlungen im Handel weiter steigt.
Björn BöerChefredakteurMehr Betrugsfälle bei EC-Cash
Damit liegt die Zahl der Betrugsfälle beim ELV um fast 10.000 Straftaten niedriger als beim EC-cash-Verfahren, das 2010 mit 23.612 gemeldeten Taten sogar einen Anstieg von knapp 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aufwies.
Die positive Entwicklung beim ELV ist auch auf das 2006 eingeführte und mittlerweile etablierte Kartensperrsystem KUNO zurückzuführen. Das Gemeinschaftsprojekt der Polizeibehörden des Bundes und der Länder sowie von HDE und EHI konnte 2010 einen leichten Anstieg der Kartensperrungen von 0,8 Prozent auf 129.361 Fälle verzeichnen.
Im KUNO-System melden bundesweit Polizeidienststellen gestohlene und verlorene EC-Karten an das EHI, welches die zeitnahe Verteilung der Informationen an Netzbetreiber und Händler sicherstellt. Am POS werden die von der Polizei gemeldeten Karten abgelehnt, weil von einem betrügerischen Einsatz auszugehen ist.
"Sichere Alternative"
"Mit der Kombination aus ELV und KUNO hat der Handel eine sichere Alternative, wenn das pingestützte Verfahren ausfällt", erläutert Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung des EHI, die Tragweite der jetzt veröffentlichten Kriminalstatistik.
Insgesamt werden im Handel bereits 12,3 Prozent der Zahlungen mit Karte und Unterschrift geleistet. Ihre Pin-Nummer geben 19,9 Prozent der Einzelhandelskunden an der Kasse ein.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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