
Weniger Zigaretten, mehr Zigarren
In den vergangenen neun Jahren wurden Zigaretten fast 70 Prozent teurer. Während die Deutschen immer weniger Glimmstengel rauchen, legt der Absatz von Zigarren, Zigarillos und Feinschnitt zu.
Zigaretten knapp 70 Prozent teurer
Tabakwaren haben sich in den vergangenen neun Jahren erheblich verteuert, nicht zuletzt als Folge von Erhöhungen der Tabaksteuer. So mussten Raucher im Jahr 2010 für Zigaretten 69,1 Prozent mehr zahlen als noch 2001, hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet.
Die Preise für Zigarren und Zigarillos stiegen um 37,7 Prozent und Tabak-Feinschnitt verteuerte sich um 77,5 Prozent.
Mit der zum 1. Mai 2011 in Kraft getretenen Änderung des Tabaksteuergesetzes kam es nun noch einmal zu Preiserhöhungen. Die Preise für Zigaretten stiegen im Mai 2011 gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent, Zigarren und Zigarillos verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 1,0 Prozent und Tabak-Feinschnitt um 2,3 Prozent.
Mit Einnahmen von rund 14,3 Milliarden Euro im Jahr 2009 ist die Tabaksteuer inzwischen nach der Energiesteuer die "besondere Verbrauchsteuer", die am meisten Geld in die Bundeskassen bringt.
Weitere Steuererhöhungen bis 2016
Zudem sind bis 2016 weitere Steuererhöhungen in jährlichen Schritten vorgesehen. Mit der aktuellen Änderung des Tabaksteuergesetzes will der Staat die Mindeststeuersätze anheben, wodurch vor allem die Tabakwaren des Niedrigpreissegmentes belastet werden.
Die Statistiker nahmen für die Erhebung die Zahl der versteuerten Tabakwaren im jeweiligen Kalenderjahr als Datenbasis. Der tatsächliche Verbrauch insbesondere bei Zigaretten liege somit noch höher, da in den Angaben der amtlichen Statistik in Deutschland unversteuerte Tabakwaren nicht enthalten sind.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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