
Werben im Netz
Der schönste Onlineshop nutzt nichts, wenn er im Web nicht gefunden wird. Wir stellen einige wirksame Werbeformen im Internet vor.
Thomas RehmRedakteurWer schnell gefunden werden will, sollte sich darüber hinaus auf konkrete Suchwörter konzentrieren, die Sprache seiner Kunden sprechen und verschiedene Schreibweisen wie zum Beispiel Online-Handel und Onlinehandel beachten.
Klassische Onlinewerbung
Banner werden als Grafik- oder Flashdatei in eine Webseite eingebunden und verweisen als anklickbare Hyperlinks auf die Website des Werbenden. Die Betreiber der Internetseite verdienen entweder daran, wie oft das Banner des werbenden Unternehmens bei dem Besuch der Seite eingeblendet wurde oder aber, wie oft Besucher auf das geschaltete Banner geklickt haben. Es gibt auch die Möglichkeit der „Erfolgsprämie": Dann bekommt der Internetseitenbetreiber erst Geld, wenn eine Bestellung in dem Onlineshop eingegangen ist. Die sogenannte Konversionsrate gibt an, wie viel Prozent der Klicks auf einen Banner tatsächlich zu einer Bestellung geführt haben.
Affiliate-Marketing
Affiliate-Marketing beschreibt eine Online-Kooperation: Dabei stellt der Anbieter, der „Merchant", dem Partner („Affiliate") Werbemittel zur Verfügung, die dann beispielsweise auf den Webseiten oder in Newslettern eingebunden werden. Der Werbetreibende kann seine Vertriebsreichweite steigern und somit auch seine Markenpräsenz ausbauen. Der Affiliate erhält dafür eine Provision. Die Abrechnung erfolgt über einen speziellen Code, der den Affiliate eindeutig identifiziert und als Basis für die Provision dient. Die Provision kann dabei für die reinen Klicks „Cost Per Click", die Kontaktaufnahme des Kunden „Cost Per Lead" oder den tatsächlichen Verkauf „Cost Per Sale" fließen. Darüber hinaus gibt es inzwischen eine Reihe weiterer Abrechnungsmodelle.
Google AdWords
Bei der sogenannten AdWord-Werbung können Unternehmen in Verbindung mit einem Schlüsselbegriff - auch „Keyword" oder eben „Adword" genannt - werben. Interessenten können hierzu bei der Suchmaschine Google diese Schlüsselwörter „buchen" und mit ihrer Werbeanzeige verknüpfen. Dann erscheinen kleine Textanzeigen von drei Zeilen Länge und die Internetadresse (URL) des Werbenden - und zwar immer dann, wenn ein Internetnutzer in das Suchfeld der Suchmaschine das bestimmte Schlüsselwort eingibt.
Der Händler zahlt in aller Regel nur dann, wenn der Nutzer tatsächlich auf die Anzeige klickt. Zudem kann der Werbetreibende die Kosten im Blick halten: Er legt fest, welchen Preis pro Klick er zahlen will - in aller Regel sind das wenige Cents. Nach diesem „Gebot" richtet sich auch seine Platzierung, falls es mehrere Unternehmen auf dasselbe Such-Stichwort abgesehen haben. Zudem kann der Werbetreibende ein Budget festlegen, etwa ein Limit von fünf Euro am Tag oder 30 Euro im Monat.
Um auf einem der begehrten Spitzenplätze zu landen, gilt die Faustregel: Je spezieller und konkreter das Stichwort, desto höher ist die Chance, bei der Suchanfrage auf der Poleposition bei Google zu landen.
Sybille Wilhelm
Dieser Artikel ist im Sonderheft Online Handel 1/2009 von Der Handel erschienen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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