Windows 7 soll es richten

Windows 7 soll es richten

Das neue Betriebssystem Windows 7 von Microsoft soll eine "Cash Cow" werden und auch Mittelständler begeistern. Das könnte sogar gelingen.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Viele Händler scheinen jedenfalls einen Ansturm zu erwarten, meldet Heise Online: Das Family Pack mit 3 Home-Premium- Lizenzen, für das Microsoft eine unverbindliche Preisempfehlung von 150 Euro ausgegeben hat, koste bei vielen deutlich mehr, teilweise sogar gut 200 Euro.

Auch für kleine und mittlere Unternehmen

Der Softwarehersteller wirbt aber auch ausdrücklich um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und hat eine "umfangreiche Preis-Promotion“ für das neue Betriebssystem gestartet: "Um den Betrieben den Umstieg auf das neue Betriebssystem zu erleichtern, bietet Microsoft Rabatt- und Sonderaktionen speziell für KMUs an", heißt es in einer Pressemitteilung

Microsoft räume dazu seinen Partnern und Händlern besondere Konditionen ein, die diese an ihre Kunden weitergeben sollen. So könnten beispielsweise auf Upgrades bis zu 35 Prozent Preisnachlass erzielt werden.

Vista wurde von den Anwendern übersprungen

Eine aktuelle Onlineumfrage unter 150 Unternehmen hat Microsoft zufolge gezeigt, dass derzeit etwa jedes fünfte kleine und mittelständische Unternehmen veraltete Software einsetzt.

Das ist eigentlich auch kein Wunder: Zwar laufen Windows-Betriebssysteme weltweit auf mehr als 95 Prozent aller PCs. Aber der Vorgänger von Windows 7, Windows Vista, hatte zu viele Macken und spielte auch bei Businesskunden die zweite Geige hinter der Vorgängerversion Windows XP.

Bei der Neuanschaffung eines neuen Computers oder Notebook zahlten viele Anwender lieber ein „Downgrade“ auf das alte Betriebssystem XP, statt sich mit den Macken des neuen Systems Auseinanderzusetzen. Vista wurde somit zum ersten „übersprungenen” Betriebssystem Microsofts.

Mit weniger Mausklicks zum Erfolg

Während Microsoft bei der Entwicklung von Windows Vista sich ständig neue Funktionen ausgedacht hatte, die für viele Anwender wie auch die Architektur des Betriebssystems zu kompliziert waren, schaute sich Microsoft bei Konkurrenten Apple ab, worauf ein gutes Programm das Augenmerk richten muss: Nämlich die Fragestellung, wie die Anwender Windows benutzen und wie man ihnen das erleichtern kann.

Die Nutzer von Windows 7 brauchen nun haufenweise Handgriffe und Mausklicks weniger, wie Testberichte zeigen. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum sich Windows 7 deutlich schneller anfühlt als seine Vorgänger, obwohl die Anwendungen selbst nicht unbedingt schneller laufen als unter Windows Vista.

Partner-Produkte im Angebot

Auch das Marketing hat Microsoft gekonnt in Szene gesetzt: Zum Start hat das Softwarehaus gemeinsam mit Partnern eine Reihe neuer Geräte mit Windows 7 vorgestellt.

Dazu zählen neben Notebooks von Sony, Asus, Dell und Acer auch ein Desktop-PC von HP mit „Multitouch“- Bildschirm sowie ein Multimedia- PC von Medion, der sich auch über Sprache steuern lässt. Zudem passt das "schlanke" Windows 7 auch anders als sein Vorgänger Vista auf die derzeit so populären Netbooks, die recht handlich mitzunehmen sind.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Markteinführung des neuen Betriebssystems Windows 7 auf die Bilanz im kommenden Quartal auswirken wird. Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal brach der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum  um 18 Prozent und der Umsatz um 14 Prozent ein.

Microsoft hat eigenen Angaben zufolge einen Gewinn von rund 3,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet, der Umsatz betrug rund 12,9 Milliarden Dollar.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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