
"Wir dürfen uns die Stimmung nicht schlecht reden"
Der Modehandel setzt darauf, vom bisher guten Weihnachtsgeschäft zu profitieren. Für das ablaufende Jahr formuliert die Branche aber ein bescheidenes Ziel.
David WöllensteinRedakteurAdventsgeschäft gut angelaufen
Der Dezember ist traditionell der umsatzstärkste Monat für die Branche mit ihren zurzeit rund 330.000 Beschäftigten. Das bisherige Adventsgeschäft sei im Durchschnitt so gelaufen wie das vergangene: "Während die Wochenenden besser waren als im Vorjahr, lagen wir in der Woche etwas niedriger", sagte BTE-Hauptgeschäftsführer Jürgen Dax. Marktforschern zufolge liege Bekleidung bei den
Weihnachtsgeschenken immerhin an dritter Stelle hinter Büchern und Gutscheinen.
Nach einem positiven Start ins Jahr 2008 hatten die Händler nach BTE-Angaben vor allem mit gestiegenen Energie- und Personalkosten zu kämpfen. Insgesamt sei das Geschäft jedoch trotz der Finanzkrise recht konstant verlaufen. "Die Lage ist zurzeit im Konsum besser als die Stimmung. Darum dürfen wir uns die Stimmung nicht so schlecht reden", mahnte Jost.
Skeptisch für das kommende Jahr
Dem Jahr 2009 sehen die Einzelhändler nach einer repräsentativen BTE-Umfrage unter 120 Unternehmen eher skeptisch entgegen. Knapp mehr als die Hälfte der befragten Firmen (52 Prozent) befürchtet dann rückläufige Umsätze, nur 7 Prozent erwarten ein Umsatzwachstum. Investitionen plant etwa die Hälfte der Firmen, vor allem im Bereich Mitarbeiter-Qualifikation. Zwei Drittel der Unternehmen gaben an,
ihre Beschäftigtenzahl unverändert lassen zu wollen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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