
Wöhrl meldet Quartalsgewinn
Mag der Textilhandel schwächeln - für Wöhrl gilt das nicht. Der Nürnberger Filialist hat einen starken Jahresauftakt erzielt und ist für die Zukunft nicht bange. Sogar Expansionen stehen an.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentBesser als die Branche
Die Entwicklung des Umsatzes lag im ersten Kalenderhalbjahr mit zwei Prozent im Minus - allerdings noch immer über dem Branchenschnitt, der laut einer Umfrage des Fachmagazins "Textilwirtschaft" im Vergleich zum Vorjahr bei minus drei Prozent lag.
Der Brutto-Umsatz lag laut Wöhrl bei 377 Millionen Euro - das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Sonderkonjunktur sei durch Mehrinvestitionen in Mitarbeiter und damit in die Servicequalität der Häuser sowie über verstärkte Marketing-Maßnahmen erreicht worden.
Neue Filialen
Die entsprechend höheren Kosten hätten das Geschäftsergebnis gemindert, teilt das Unternehmen mit: Zum Ende des Geschäftsjahres, am 31. März 2009 habe Wöhrl einen EBT (Ergebnis vor Steuern) von 1,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Durch höhere Steuerzahlungen sei der Jahresüberschuss ausgeglichen worden.
Wöhrl rechnet damit, dass die Wirtschaftskrise sich im Herbst 2009 massiv auf den Bekleidungshandel auswirken wird.
Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsgesellschafter Gerhard Wöhrl bleibt dennoch zuversichtlich: "Wöhrl hat die Kraft, der Krise zu trotzen. Unsere Stärken geben uns sogar die Möglichkeit, in dieser schwierigen Zeit noch vorsichtig zu expandieren. In Bad Neustadt (Saale) wurde bereits ein neuer Standort eröffnet. Im Oktober werden wir im Shoppingcenter Nova Eventis bei Leipzig eine weitere Filiale eröffnen. Wir wollen gestärkt aus der Krise hervorgehen."
Wöhrl feierte im vorigen Jahr 75jähriges Firmenjubiläum.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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