Yatego wirbt um Händler als "Untermieter"

Yatego wirbt um Händler als "Untermieter"

Das Einkaufsportal Yatego.de vermietet Ladenfläche an Einzelhändler. Gut 10.000 Mittelständler nutzen diesen Vertriebskanal inzwischen.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Auch das damals noch überschaubare Angebot von Preissuchmaschinen lieferte seiner Meinung nach keine brauchbaren Ergebnisse: „Ich habe darüber zwar Webseiten einiger Händler gefunden. Ob diese wirklich ein Gewerbe hatten und seriös waren, hätte ich aber selbst recherchieren müssen." 

Ollmanns Fazit: Eine zentrale Internetplattform, auf der Kunden verschiedene Angebote von geprüften Einzelhändlern direkt kaufen können, fehlte im deutschsprachigen Internet.

3,2 Millionen Artikel

Damit war die Geschäftsidee zu Yatego.de geboren: einerseits eine Werbegemeinschaft für Händler auf einer zentralen Plattform, bei der jeder einen eigenen Verkaufsbereich hat. Andererseits ein Portal, auf dem Kunden verschiedene Angebote professioneller Anbieter vergleichen und nach einmaliger Anmeldung bei jedem beliebigen Yatego-Händler kaufen kann.

Das 2003 gegründete Shoppingportal Yatego feierte im März 2011 den zehntausendsten Händler. Die rund zehn Millionen Besucher monatlich können aus gut 3,2 Millionen Artikeln wählen. Ihre einmal hinterlegten Daten werden für alle Einkäufe bei Yatego-Shops wieder genutzt.

„In dem Internetkaufhaus mieten Händler virtuelle Ladenfläche an", erläutert Ollmann. Der Mietpreis richtet sich nach der Anzahl der eingestellten Artikel: „Weitere Verkaufsprovisionen oder Klickgebühren fallen bei uns im Gegensatz zu Mitbewerbern nicht an", nennt er als Vorteil der Shoppingplattform mit Sitz in St. Georgen im Schwarzwald.

Rundumlösung

Die Yatego GmbH, die neben Ollmann von den Geschäftsführern Stephan Peltzer und Patrick Kötter geführt wird und mittlerweile 110 Mitarbeiter beschäftigt, betreibt die Plattform. Der Kaufvertrag kommt direkt zwischen Händlern und Onlinekunden zustande.

„Wir wollen es vor allem kleinen und mittelständischen Händlern einfach machen, im Internet zu verkaufen. Deshalb bekommen sie eine Lösung, bei der alles Wichtige schon eingebaut ist", wirbt Ollmann.

„Die Shoptechnik ist komplett fertig, es sind verschiedene ­Zahlungsarten voll integriert und der Rechnungsversand per E-Mail ist eingerichtet", nennt er als Beispiele. „Während wir uns um die Dienste im Hintergrund kümmern, können sich die Shopbetreiber auf den Verkauf konzentrieren." 

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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