
Zalando mit neuem TV-Spot
Der Schuhversender Zalando gibt weiter viel Geld für Werbung aus - obwohl die Verluste des Onlinehändlers sehr hoch sind. Im Januar sah das noch anders aus.
Verluste verzwölffacht
In dem vor kurzem im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss gibt Zalando für das Geschäftsjahr 2010 einen Jahresfehlbetrag von rund 20,4 Millionen Euro an. 2009 waren es demnach knapp 1,6 Millionen Euro. Die Verluste bei Zalando begründen die Schwedischen Investoren mit dem starken Wachstum und der Expansion.
Im Januar hatte der Onlinehändler die Werbe-Ausgaben noch gedrosselt: Während die monatlichen Marketingausgaben 2011 im zweistelligen Millionenbereich gelegen haben, betrugen sie im Januar 2012 laut den Marktforschern von Nielsen mit rund fünf Millionen Euro nur noch die Hälfte.
Zalando will nicht am Marketing sparen
Zum Start der aktuellen Kampagnenwelle widerspricht Zalando-Marketingchef Christian Meermann jedoch den Spekulationen, dass der Onlinehändler angesichts der Gewinnsituation künftig am Marketing sparen wird: "Im Januar liegt unser Fokus auf dem Abverkauf der Herbst- und Winterware, so wie es auch in der gesamten Branche üblich ist", zitiert ihn die Marketingfachzeitschrift Horizont.
"Wenn man sich aber die Anzahl der gesendeten Gross Rating Points im Januar bei uns anschaut, so stellt man fest, dass diese durchaus nicht niedriger sind als in den Vormonaten." Gross Rating Point (GRP) wird in der Werbebranche als Maß für den Werbedruck verwendet und soll die Brutto-Reichweite in Prozent innerhalb des Zielgruppenpotentials darstellen.
Mit dem Start der neuen Welle der Image-Kampagne werde Zalando Marketingchef Meermann zufolge aber auch die Ausgaben für Werbung wieder steigern.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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