
Zalando ohne Boss
Die Modemarke Boss wird ab der kommenden Saison nicht mehr beim Onlinehändler Zalando verkauft. Denn dieser Vertriebskanal passt nicht zum Image einer Premiummarke, findet der Hersteller.
Zalando expandiert weiter
Zalando ficht dieser Rückzug vermutlich nicht unbedingt an: Der Onlinehändler wächst weiterhin stark und meldet für das erste Quartal 2013 eine Steigerung des Nettoumsatzes um 74 Prozent auf 372 Millionen Euro. "Wir sind sehr zufrieden. Basis des Wachstums sind die Erfolge in den etablierten Märkten, gleichzeitig entwickeln wir uns in den neu erschlossenen Ländern sehr gut", sagte Geschäftsführer Rubin Ritter vor wenigen Tagen in Berlin.
Im Jahr 2012 war Zalando in sieben neuen Ländern online gegangen, mittlerweile ist das Berliner E-Commerce-Unternehmen in 14 Märkten aktiv. Im Geschäftsjahr 2012 hatte Zalando mit 1,15 Milliarden Euro seinen Nettoumsatz eigenen Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. In der Kernregion DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) habe das Unternehmen zudem den Break-even erreicht. 2011 machte der Onlinehändler noch rund 60 Millionen Euro Verlust.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
Alle Beiträge