
Zalando sackt Millionen Euro an Steuergeldern ein
Wachstum dank öffentlicher Fördermittel. Zalando profitierte beim Aufstieg zum Onlinehandelskrösus auch von Subventionen. Kaum ein zweiter Einzelhändler bekam mehr, heißt es in einem Medienbericht.
Thomas RehmRedakteurVom Bund an die Länder durchgeleitet
Das Land Berlin stellte laut Recherchen der beiden Magazine Zalando zwischen 2010 und 2013 laut der landeseigenen Zuwendungsdatenbank Investitionszuschüsse und Projektförderungen von 10,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das Land Brandenburg genehmigte laut Wirtschaftsministerium 2,5 Millionen Euro für ein Logistikzentrum in Brieselang im Havelland.
Ein Teil der Subventionen wurde nach Angaben von Zalando vom Bund an die Länder durchgeleitet. Es handelt sich dabei um so genannte "GRW-Mittel" zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. 2013 sei das Unternehmen "der größte Empfänger" entsprechender Fördermittel im Versandhandel gewesen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium der "Wirtschaftswoche" und "Frontal 21" mit. GRW steht für "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".
Von der Gesamtsumme sollen aber bisher nur 16,4 Millionen Euro ausgezahlt worden sein, erklärt Zalando auf Anfrage. Der Online-Modeversender gilt als Kandidat für einen Börsengang in diesem Herbst.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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