Zara-Konzern sucht sein Heil in Fernost

Zara-Konzern sucht sein Heil in Fernost

Die spanische Gruppe Inditex hat mit wachsender Konkurrenz und schwachen Märkten in den Euro-Krisenländern zu kämpfen. Der Mutterkonzern der Modekette Zara wächst aber weiter.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Das spanische Unternehmen baut vor allem das Geschäft in China aus, um das Wachstumstempo trotz der Probleme im heimischen Markt und anderen europäischen Euro-Krisenländern zu halten. Zudem will der Betreiber von Modeketten wie Zara und Massimo Dutti künftig mehr über das Internet verkaufen.

Die Dividende für 2012 soll um etwas über ein Fünftel auf 2,20 Euro je Aktie steigen. Am Mittwoch verlor die Aktie zeitweilig mehr als drei Prozent, weil der Gewinn Analysten zufolge jüngst nur sehr langsam gewachsen sei. In Deutschland gehören zum Konzern 91 Filialen, davon 69 Zara- und 8 Zara-Home-Läden.

Primark heizt Wettbewerb an

Die schnellen Kollektionswechsel ermöglichen es Inditex, rasch auf Kundenwünsche zu reagieren. Zugleich hält das Management die Kosten unter Kontrolle. Allerdings drängen immer mehr Textilketten auf dem Markt für günstige Mode. Derzeit beschleunigt beispielsweise die irische Kette Primark ihre Expansion. Sie geht mit Kampfpreisen auf Kundenfang.

Der Krise auf dem Heimatmarkt Spanien, aus dem noch gut 20 Prozent des Umsatzes stammen, kann sich auch Inditex nicht entziehen. Deshalb sucht der Konzern nach Möglichkeiten für Wachstum außerhalb Europas. Im vergangenen Jahr startete Zara den Internetverkauf des Sortiments in China und Polen. Zuletzt kam Kanada dazu, pünktlich zum Start der Herbstsaison in diesem Jahr soll Russland folgen.

Die Investitionen fährt Inditex in diesem Jahr auf 1,25 Milliarden Euro hoch. Das Geld fließt in erster Linie in neue Läden. Dabei setzt das Unternehmen auf größere Geschäfte als bisher. Aber auch deren Anzahl wird steigen. Anvisiert sind 440 bis 480 neue Läden. Weltweit betreibt Inditex mehr als 6.000 Filialen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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