Zooplus rechnet mit Verlusten im ersten Halbjahr

Zooplus rechnet mit Verlusten im ersten Halbjahr

Der Tierbedarfshändler Zooplus verlegt seinen Logistikstandort nach Eisenach. Das kommt ihn nun teuerer zu stehen als gedacht.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Onlinehändler führt dies auf erwartete Einmalkosten in Höhe von 4 Millionen Euro zurück - eingeplant hatte der Finanzvorstand für die Logistikmigration bisher nur rund 1,5 Millionen Euro. Gleichwohl soll der Aufbau des neuen Logistikstandorts in Hörselgau bei Eisenach bis zum dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein und "keine weiteren signifikanten Auswirkungen" auf die Ergebnisse des dritten und vierten Quartals haben.

Kostspieliger Standortwechsel

Der Vorgang berühre direkte und indirekte Kosten des Standortwechsels, meldet Zooplus. "Das kundenseitige Geschäft entwickelt sich unterdessen plangemäß weiter". Dementsprechend bestätigt der Vorstand die Umsatzprognose für das laufende Jahr in Höhe von 250 Millionen Euro und für 2012 in Höhe von 320 Millionen Euro.

"Der neue zentrale Logistikstandort in Hörselgau ist eine wichtige Voraussetzung für das weitere geplante Unternehmenswachstum und wird die Logistikkapazität von Zooplus von 300 Millionen Euro auf mehr als 400 Millionen Euro erhöhen", teilt das Unternehmen mit.

Erstbestückkung und Umlagerung

Die zusätzlichen Aufwendungen resultieren der Meldung zufolge aus höheren Kosten für die Erstbestückung des neuen Standorts, Zwischen- und Umlagerung sowie die zeitweilige Nutzung von "Pufferstandorten" im In- und Ausland.

Der neue größere Standort in Hörselgau ersetzt demnach seit April die inzwischen außer Betrieb genommene deutsche Logistik in Stauffenberg. Das bekamen im Übrigen auch die Kunden zu spüren: In den vergangenen Wochen lief die Bestellabwicklung nicht so rund, die Pakete wurden nicht so schnell wie gewohnt oder zum Teil gar nicht geliefert.

Doch Zooplus gelobt Besserung: "Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich der neue Standort in der zweiten Jahreshälfte operativ im voll eingeschwungenen Zustand befinden wird", heißt es.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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