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Zwei Projektentwickler greifen nach Mainzer Karstadt
Die Filiale in Mainz steht ganz oben auf der Liste der renovierungsbedürftigen Karstadt-Filialen. Schon Anfang 2011 dürfte ein Investor dafür den Zuschlag bekommen, zwei potente Bewerber sind noch im Rennen.
Die Hamburger ECE musste sich in Mainz zwischendurch verlorene Sympathiepunkte zurückerkämpfen. Denn nach alten Vorstellungen von Deutschlands größtem Projektentwickler sollte die Immobilie in der Ludwigstraße in ein Einkaufszentrum ohne Warenhaus umgebaut werden.
Dieser Plan war in der Domstadt nicht gut angekommen - wurde aber längst zugunsten eines Warenhauses im Mittelpunkt des neuen Zentrums revidiert.
Wer zahlt die Miete?
Für Karstadt sei bei der Investoren-Entscheidung entscheidend, wer die Vorstellungen des Warenhauskonzerns nach Verkaufsfläche und Mietpreis erfüllen könne, sagte der Mainzer Filialgeschäftsführer Jörg Walloschek der "AZ".
Das Warenhaus sieht sich künftig als herausragenden Ankermieter in einem neuen Einkaufszentrum. Solange diesem Wunsch nicht entsprochen werden könne, gebe es keinen Vertragsabschlus mit einem Entwickler. "Qualität geht vor Quantität", sagte Walloschek.
Nach den Vorstellungen der Mainzer Baudezernentin Marianne Grosse soll der Karstadt-Neubau plus 15.000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche die Innenstadt der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt aufwerten. Dafür habe das Land 400.000 Euro Fördermittel bewilligt.
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.